Tornado in Luxemburg

09. Dezember 2019 14:07; Akt: 09.12.2019 15:35 Print

Kein «Betrug», sondern eine Solidaritätsaktion

KÄERJENG – Mit dem Dokument, das in der vergangenen Woche an die Bürger der Gemeinde Käerjeng verteilt wurde, hatten die Ersteller offenbar nichts Unrechtes im Sinn.

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Was auf den ersten Blick nach Betrug aussah, war eigentlich eine Solidaritätsaktion. Am vergangenem Freitag warnte die Gemeinde Käerjeng ihre Bürger vor einem Dokument, mit dem Betrüger angeblich versuchten Kasse zu machen. Kurze Zeit nachdem der Tornado am 9. August den Südwesten des Landes heimgesucht hatte, versuchten falsche Dachdeckerfirmen, die Opfer des Unwetters auszunutzen. In der vergangenen Woche vermuteten die Gemeinde, dass ein Schreiben im Umlauf sei, mit dem Kriminelle Informationen über Schäden und Spendengelder sammeln wollten. Dabei handelte es sich aber tatsächlich um eine «Solidaritätsinitiative zwischen Nachbarn», sagt Eric Sassel, der an der Spitze der Initiative steht und ebenfalls Tornadoschäden zu beklagen hatte.

Die Initiative des Arztes aus Niederkerschen habe bezweckt, die Lage der Betroffenen zu ermitteln. Viele Geschädigte «hatten Probleme bei Behördengängen. Wir wollten sicherstellen, dass alles korrekt ist, bevor wir die Informationen an die Gemeinde weiterleiten», sagt Sassel. Die Gemeinde, der diese Initiative völlig unbekannt war, bestätigte, dass die Personen, die die Unterlagen erstellt haben in der Gemeinde ansässig sind.

Die Anwohner der Gemeinde Käerjeng sollten demnächst ein von der Gemeinde erstelltes Dokument erhalten. Darin wird ihnen Schritt für Schritt erklärt, wie sie eine Entschädigung beantragen können. Bei dem Tornado vom 9. August 2019 wurden 19 Menschen verletzt und etwa hundert Häuser zerstört.

(mme/l'essentiel)

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