öffentlicher Transport

16. Februar 2020 16:12; Akt: 16.02.2020 16:12 Print

Kein «Lottospiel» mehr für die Saarland-​​Pendler

LUXEMBURG/MERZIG – Für viele Buspendler aus dem Saarland war die neue Linienführung der RGTR-Busse ein Ärgernis. Jetzt haben Regierung und Busunternehmen reagiert.

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Aus dem Saarland geht es jetzt doch wieder über die N2 in die Hauptstadt. (Bild: Emile Weber)

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Die Pendler, die täglich mit dem Bus aus dem Saarland nach Luxemburg kommen, brauchten in der ersten Februarwoche starke Nerven. Grund dafür war die neue Linienführung der Busse des RGTR-Netzes. Anfang Februar hatte das Verkehrsministerium die Änderung verkündet. Die Linien erhielten neue Nummern, die Routen wurden angepasst und neue Haltestellen wurden angefahren. Die vom Ministerium als Optimierung angepriesenen Änderungen verärgerten viele Grenzgänger.

In den Stoßzeiten dauerte die Fahrt aus dem Saarland nach Luxemburg-Stadt bis zu einer halben Stunde länger. Denn die neuen Linien in die Hauptstadt sollten nach dem Plan des Ministeriums über die A3 in die Hauptstadt fahren. Eine Leserin, die täglich aus dem Saarland nach Luxemburg-Stadt die Linie zur Luxexpo nimmt, klagte L'essentiel ihr Leid: «Zurzeit sind wir Saarländer von der Entscheidung des Busfahrers abhängig.» Wie lange der Arbeitswege dauerte, habe sich wie «Lottospielen» angefühlt.

Rückkehr zur N2

Eine Sprecherin des Verkehrsministeriums bestätigte, dass man diesbezüglich Beschwerden erhalten habe. Deren Zahl sei im Verhältnis zu den durchgeführten Fahrten allerdings gering geblieben. Die neuen Linien ins Saarland werden von Émile Weber bedient. Das Luxemburger Busunternehmen hat die Verbindung ins benachbarte Bundesland mit dem Fahrplanwechsel zum 1. Februar übernommen.

Auf Anfrage von L'essentiel sagt ein Sprecher des Unternehmens, man habe zwischenzeitlich mit dem Ministerium gesprochen und eine Lösung gefunden. Die Strecken sollen demnach nicht, wie vom Ministerium ursprünglich vorgesehen, über die A3 verlaufen, sondern ab sofort ab Remich wieder über die N2 in die Hauptstadt fahren.

(lh/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • F. Bausch am 12.02.2020 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Transportministerium das einen Bus zu Spitzenzeiten auf die A3 schickt ist einfach nur daran interessiert die ohnehin schon überlastete Autobahn noch mehr zu füllen um den Leuten das Autofahren abzugewöhnen. Oder gibt es neuerdings Haltestellen an der Autobahn.

  • Peter M am 17.02.2020 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Die Direktverbindung Merzig - Kannerklinik (der Pulvermühlebus 155) wurde komplett gestrichen. Jetzt gilt es dann in Sandweiler umsteigen und hoffen, dass diese Anschluss-Busse noch nicht weg sind. Alles in Allem fährt der Bus 15 Minuten früher los, um 15 Minuten später anzukommen, wenn wenig Verkehr ist! Fazit: Verschlimmbesserung!

  • Dusninja am 17.02.2020 00:58 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist bei den anderen Linien auch so demnächst. Der 157 fährt dann wie der 135 über die Dörfer, der 134 und 132 nur noch bis Maacher und alle Busse ab Maacher auch über die Dörfer statt über die Autobahn. Vielleicht sollte man das nächste Mal Leute planen lassen, die auch den Bus nehmen. Der jetzige Plan macht attraktive Linien im Osten unattraktiv.

Die neusten Leser-Kommentare

  • C.Ney am 18.02.2020 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Es gab sehr gute Direktverbindungen zwischen Saarlouis und Kannerklinik über den Kirchberg fuhren. Vor zwei Jahren wurde diese Direktverbindung gestrichen. Alle Fernpendler sind unter der Überschrift "Mobiliteit"gezwungen die letzten 6 km mit dem Nahverkehr zurück zu legen. Das dauert genauso lange wie die vorangegangenen 60/70 km. Fahrzeitverlängerung von 2,5 Std pro Tag auf über 3,5 Stunden. Folge war, das ber tausend Personen die in Strassen arbeiten wieder Auto fahren. Trotz wiederholten Beschwerden und Anfragen 0 Verbesserung. Nun wurde die Fahrzeit nochmals verlängert! Was ist da los?

  • Peter M am 17.02.2020 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Die Direktverbindung Merzig - Kannerklinik (der Pulvermühlebus 155) wurde komplett gestrichen. Jetzt gilt es dann in Sandweiler umsteigen und hoffen, dass diese Anschluss-Busse noch nicht weg sind. Alles in Allem fährt der Bus 15 Minuten früher los, um 15 Minuten später anzukommen, wenn wenig Verkehr ist! Fazit: Verschlimmbesserung!

  • Markus Omyla Grenzpendler D / Lux am 17.02.2020 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin seit Jahren Grenzpendler aus Merzig und habe mich seit der Umstellung der Fahrpläne dahingehend entschlossen mit dem PKW bis Sandweiler oder Moutfort zu fahren. Auch die alternativen Buslinien fahren seit der Planumstellung zu viele zusätzlichen Haltestellen an. Dies ist bei einer normalen Fahrzeit ohne starkes Verkehrsaufkommen ein Plus vor durchschnittlich 15 Minuten pro Strecke. Ich bin es leid einen Großteil meiner Freizeit im Bus zu verbringen, besonders dann wenn man seitens des Ministeriums die Lage nicht verbessert sondern verschlechtert.

    • Sandy Weiler am 17.02.2020 13:14 Report Diesen Beitrag melden

      Danke dass sie bei uns die Anwohnerparkplätze zuparken.

    einklappen einklappen
  • Dusninja am 17.02.2020 00:58 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist bei den anderen Linien auch so demnächst. Der 157 fährt dann wie der 135 über die Dörfer, der 134 und 132 nur noch bis Maacher und alle Busse ab Maacher auch über die Dörfer statt über die Autobahn. Vielleicht sollte man das nächste Mal Leute planen lassen, die auch den Bus nehmen. Der jetzige Plan macht attraktive Linien im Osten unattraktiv.

  • Sehr schlau am 16.02.2020 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer hat sich denn sowas ausgedacht?