Expertin erklärt

16. September 2019 11:41; Akt: 16.09.2019 12:54 Print

Kinder auf die Gefahren im Internet vorbereiten

LUXEMBURG – Das Internet gehört für Kinder zum Alltag wie der Straßenverkehr. Darum sollten sie auch genauso auf die Gefahren dort vorbereitet werden.

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Egal, wie gerne Eltern ihren Kindern am liebsten ständig über die Schulter blicken würden, wenn diese im Internet surfen. Sie werden nicht immer dabei sein. Das Internet gehört für Kinder zum Alltag wie der Straßenverkehr. Darum ist es wichtig, dass sich der Nachwuchs selbstständig darin zurecht findet und die Gefahren kennt.

Aurore Napolitano von der nationalen Plattform BEE SECURE klärt Kinder und Eltern über Risiken auf. Eltern rät sie dazu, auf Inhalte zu achten und bei kleinen Kindern dazu, das Internet gemeinsam zu entdecken. «Selbst YouTube Kids können Videos auf ihren Kanälen haben, die nicht für Kinder geeignet sind», sagt Aurore Napolitano.

Standardeinstellungen ändern

Sind die Kinder etwas älter, rät Napolitano dazu, die Anmeldung in den sozialen Netzwerken gemeinsam anzugehen. Ab 13 Jahren dürfen sich Teenager bei Facebook registrieren. Im ersten Schritt können Eltern ihren Kindern zur Seite stehen und die Standardeinstellungen verändern. Hier kann zum Beispiel die Geolokalisierung deaktiviert werden. Auch sollte das Passwort sicher sein.

Dann müssen die Jugendlichen darauf vorbereitet werden, möglichst souveräne Nutzer zu werden, die selbst entscheiden können. «Eltern sollten mit ihren Kindern durchsprechen, dass sie unbedingt sorgfältig nachdenken müssen, bevor sie etwas online stellen. Denn ein Foto oder eine Nachricht können außer Kontrolle geraten, wenn sie erst auf "Veröffentlichen" geklickt haben.» Die Trainerin empfiehlt außerdem, nicht unbedingt den echten Namen zu verwenden, sondern einen Nickname. Kinder und Jugendliche sollten zusätzlich misstrauisch sein gegenüber «Freunden», die sie nur aus den sozialen Medien kennen.

Im Gespräch bleiben

Schließlich gilt es, nicht nur das eigene Kind zu schützen, sondern ihm auch beizubringen, dass es auch andere respektvoll behandeln muss – online wie offline. «Veröffentliche nichts ohne die Zustimmung des betreffenden Freundes», fasst Napolitano zusammen.

Das Internet ist für Kinder und Jugendliche eine zweite soziale Realität, auf die man sie nicht in einem einzigen Gespräch vorbereiten kann. Darum gilt, was auch im echten Leben gilt: Eltern sollten offen mit ihren Kindern umgehen und ihnen versichern, dass diese immer mit ihnen reden können – egal was online passiert. »Wenn Kinder ihren Eltern glauben können, dass diese sie wirklich nicht verurteilen, ist das die beste Absicherung. Denn nur dann werden sie wirklich mit ihnen sprechen, wenn es darauf ankommt. Nämlich dann, wenn es Probleme gibt. »

(Séverine Goffin/L'essentiel/mb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dusninja am 16.09.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Und bitte gleich die Eltern mitinformieren, die da so lässig überall Fotos von den Kindern posten. Denn Vormundschaft heisst nicht, dass die Eltern die Rechte am "eigenem Bild" des Kindes besitzen. Die hat nur das Kind selber. Sollte sich also ein Kind mal über die Babyfotos auf FB ärgern, kann es mit Volljährigkeit gegen die Eltern vorgehen (und auch schon vorher). Daran sollte man immer denken, wenn man so lustig postet.

  • jimbo am 16.09.2019 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei meeschten Elteren hun dach haut mol keen Plang wei dTechnik funktionneiert... wei sollen se do hier Kanner dorop virbereeden?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dusninja am 16.09.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Und bitte gleich die Eltern mitinformieren, die da so lässig überall Fotos von den Kindern posten. Denn Vormundschaft heisst nicht, dass die Eltern die Rechte am "eigenem Bild" des Kindes besitzen. Die hat nur das Kind selber. Sollte sich also ein Kind mal über die Babyfotos auf FB ärgern, kann es mit Volljährigkeit gegen die Eltern vorgehen (und auch schon vorher). Daran sollte man immer denken, wenn man so lustig postet.

  • jimbo am 16.09.2019 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei meeschten Elteren hun dach haut mol keen Plang wei dTechnik funktionneiert... wei sollen se do hier Kanner dorop virbereeden?