Luxemburg

14. September 2021 10:28; Akt: 14.09.2021 12:27 Print

Kläranlagen wurden teils komplett überflutet

LUXEMBURG – Der Starkregen und die Überschwemmungen haben im Großherzogtum große Schäden angerichtet und auch vor den Kläranlagen nicht Halt gemacht.

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Die Kläranlagen in Luxemburg standen zum Teil komplett unter Wasser. (Bild: Editpress/© Julien Garroy / Editpress)

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Kaputte Straßen, beschädigte Schienennetze, Stromausfälle und: kein sauberes Trinkwasser. Die Überschwemmungen vom 14. und 15. Juli haben ganze Teile des Landes lahm gelegt und das Leben vieler Menschen in ihren Grundbedürfnissen eingeschränkt.

Allein in Luxemburg haben die Überschwemmungen vier Kläranlagen stark getroffen und Schäden in die Millionenhöhe verursacht, wie Umweltministern Carole Dieschbourg in ihrer Antwort auf die Anfrage des Abgeordneten Gusty Graas (DP) erklärt. Diese würden auch das Ausmaß der Überschwemmungen zeigen, zumal die Kläranlagen für ein Jahrhundert-Hochwasser geplant und gebaut worden wären.

Bildstrecke: Überflutungen lösen eine Welle der Solidarität aus


Dennoch wurde ein Teil der Kläranlage von Bettemburg überflutet. Die Kläranlagen in Echternach, Rosport und Moersdorf standen sogar komplett unter Wasser, sodass der größte Teil der elektrischen, technischen und elektromechanischen Anlagen zerstört wurde. Zwar konnte die mechanische Abwasserreinigung meist nach zwei Tagen wieder aufgenommen werden, die Aufnahme der biologischen Abwasserreinigung aber dauerte teils eine Woche – unter provisorischen Bedingungen, weil auch die meisten Ersatzteile den Fluten zum Opfer gefallen waren. Diese gelte es in den kommenden Wochen und Monaten zu ersetzen.

Auswirkungen auf die Umwelt nicht abzuschätzen

Die Auswirkungen auf die Umwelt seien allerdings nicht abzuschätzen, wie aus der Antwort der Ministerin hervorgeht. Denn Wasserproben hätten während der Überschwemmungen weder aus den Kläranlagen, den Vorflutern oder den Flüssen entnommen werden können – aus Sicherheitsgründen. Angesichts der vielen Faktoren wie der hohen Abflüsse in den Wasserläufen, der Überläufe der Abwassernetze und der Überflutung von Kellern und Abwasserkanälen sei eine Interpretation und Bewertung der Verschmutzung deshalb unmöglich.

Schäden in Millionenhöhe

Auch die finanziellen Schäden seien noch nicht erfasst. Es müsse vor allem festgestellt werden, ob die Geräte «einfach» repariert werden können oder ob sie ersetzt werden müssen. Nach vorläufigen Schätzungen geht das Umweltministerium bei der Kläranlage Echternach von einem Schaden in Höhe von zwei Millionen Euro aus. Für die Anlagen in Rosport und Moersdorf liegen die Schäden bei jeweils etwa 500.000 Euro. Hinzu kommen Schäden an den Netzeinrichtungen, wie Pumpstationen, Regenwasserbecken oder Sammelbecken.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • décke lärry am 14.09.2021 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    dann haate mir jo nees chance, well a ménger uertschaft get et guer keng kläranlag, do leeft de schäissdreck schon soulang wéi ech do liëwen an dat si schon iwer 40 joer, einfach an d'baach. lo si se amgaang e kanal ze léën, an da leeft duerno den dreck an eng kläranlag déi schon zënter iwer 20 joer nëmmen zu 30% fonktionéiert. ma mir hun awer e klimabündnis schëld krit, doriwer sin déi gréng bestëmmt frouh.

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  • Keine Panik am 14.09.2021 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scheisse ist doch auch Bio, oder ?

  • Petrus am 14.09.2021 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ech froen mech virwaat de Staat da selwer keng Heichwasserversecherung huet?Jidereen bezillt seng Kläranlagentax.Mat deem deieren Preis mist eng Versecherung derbei sin.Fir all Kläranlag am Land. Genau esu fir die Sportshaalen die well all futti sin.Firwaat huet de Staat selwer keng Versecherung?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sputnik am 14.09.2021 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ganz unrecht hat Lucia nicht liebe Freunde der Sonne,.

  • Keine Panik am 14.09.2021 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Scheisse ist doch auch Bio, oder ?

  • décke lärry am 14.09.2021 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    dann haate mir jo nees chance, well a ménger uertschaft get et guer keng kläranlag, do leeft de schäissdreck schon soulang wéi ech do liëwen an dat si schon iwer 40 joer, einfach an d'baach. lo si se amgaang e kanal ze léën, an da leeft duerno den dreck an eng kläranlag déi schon zënter iwer 20 joer nëmmen zu 30% fonktionéiert. ma mir hun awer e klimabündnis schëld krit, doriwer sin déi gréng bestëmmt frouh.

    • Fränki am 14.09.2021 18:07 Report Diesen Beitrag melden

      Wou wunns Du dann?

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  • Petrus am 14.09.2021 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ech froen mech virwaat de Staat da selwer keng Heichwasserversecherung huet?Jidereen bezillt seng Kläranlagentax.Mat deem deieren Preis mist eng Versecherung derbei sin.Fir all Kläranlag am Land. Genau esu fir die Sportshaalen die well all futti sin.Firwaat huet de Staat selwer keng Versecherung?

    • Dat ass eng gudd Fro am 14.09.2021 18:09 Report Diesen Beitrag melden

      Mat enger richtiger Versecherung wär et mi bellich fir eis Gemengen an och de Staat.

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