Protest gegen Bank

23. September 2019 15:47; Akt: 23.09.2019 17:04 Print

Klimaschützer belagern ING Luxembourg

LUXEMBURG-STADT – Ziviler Ungehorsam vor einer Bank? Die Aktivisten der «Extinction Rebellion» haben die ING Luxembourg am Montag mit einer ungewöhnlichen Aktion belagert.

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Menschen liegen mitten in der Luxemburger Hauptstadt auf dem Gehweg, sie stellen sich tot. «Gestorben durch den Klimawandel», steht auf einigen Pappschildern geschrieben. Im Hintergrund läuft angsteinflößende Musik aus der Box. Am Montag hat sich die derzeit weltweit wachsende Protestbewegung Extinction Rebellion (XR) (Rebellion gegen die Auslöschung) zu einem sogenannten Die-In getroffen. Dabei legt man sich an zentralen Orten auf den Boden – als wäre man tot. Die Gruppe will damit auf den Klimawandel aufmerksam machen. Die Extinction Rebellion ist die Schwester von Fridays for Future: ein zweiter Arm der neuen globalen Umweltbewegung, könnte man meinen.

Ort des Geschehens war am Montag um 14 Uhr die ING-Niederlassung an der Ecke Rue des Capucins und Grand-Rue. Dabei hätte die Aktion bereits eineinhalb Stunden früher starten sollen, eigentlich war sie für 12.30 Uhr geplant.

Schuld war ein Geldtransporter, der fast zwei Stunden vor der Bank geparkt hatte. «Kennen Sie von Geldtransportern, dass die so lange vor einer Bank stehen bleiben?», fragte sich Gilles, einer der Aktivisten, mit einem Lächeln. «Eine Frage der Sicherheit» kommentierte ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Brinks gegenüber L'essentiel. Der Sprecher von ING Luxembourg erklärte, dass der Einsatz des Geldtransporters «nichts mit den Aktivisten zu tun» habe.

«Sie sind nicht die Einzigen, aber auch nicht die Schlimmsten.»

Entschlossen wie immer versuchten die Demonstranten, Verwirrung unter den Passanten zu stiften, allerdings war die Resonanz dann doch nicht so groß wie erhofft, die Mittagspause war längst vorbei. «Sie sind nicht die Einzigen, aber auch nicht die Schlimmsten. Aber sie gehören zu jenen Banken, die sich ein gutes Image verschaffen, indem sie kleine Summen für Umweltaktionen ausgeben. Aber im Wesentlichen ändern sie gar nichts», schimpft Gilles.

«Wir haben uns auch deshalb für die ING entscheiden, weil sie im Rampenlicht steht», fährt Stéphane fort, einer der Wortführer der Bewegung. Diese hatte bereits im Juni versucht, den Start des Marathons zu blockieren. Stéphane betont das grundlegende Problem, das er mit ING hat: «Banken, die in fossile Brennstoffe investieren, haben nichts verstanden.» Eine Reaktion der ING Luxembourg gegenüber der Aktion am Montag blieb aus.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Handwerker am 23.09.2019 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    kan mol een Reporter die Aktivisten froen,wumat sie all Daag hirt Geld verdingen?

  • Elo Geetetduer am 23.09.2019 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Was wollen alle diese SELBSTERNANNTEN "Klimaschützer" ??? Klimawandel gibt es seit der Temperaturerfassung und schon vorher, mit oder ohne Mensch und Kohle, Gas oder Atom...

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  • Baltes Manuel am 23.09.2019 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Rout-Gringt Dummvolk

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 23.09.2019 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klimawandel gett et schon eiweg... Oder ieren ech mech dass do an Geschichtsfach mol vun Äiszäite geschwat gouf??

  • Baltes Manuel am 23.09.2019 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Rout-Gringt Dummvolk

  • Elo Geetetduer am 23.09.2019 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Was wollen alle diese SELBSTERNANNTEN "Klimaschützer" ??? Klimawandel gibt es seit der Temperaturerfassung und schon vorher, mit oder ohne Mensch und Kohle, Gas oder Atom...

    • svendorca am 23.09.2019 19:15 Report Diesen Beitrag melden

      Elo,..besser Weltverbesserer nenen,passt besser zu hinen

    • svendorca am 23.09.2019 19:43 Report Diesen Beitrag melden

      Elo,..haben wir nicht genügend von den sogenannten " Selbstbereichenden Kreaturen " die das Fußvolk schröpfen wollen!

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  • Handwerker am 23.09.2019 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    kan mol een Reporter die Aktivisten froen,wumat sie all Daag hirt Geld verdingen?