Luxemburg

02. Dezember 2021 19:48; Akt: 02.12.2021 19:50 Print

Könnte Homeoffice eine Lösung für Ungeimpfte sein?

LUXEMBURG – Die Aleba schlägt für Personen, die keinen gültigen CovidCheck vorweisen können, Telearbeit vor. Diese Lösung geht allerdings mit einigen Hürden einher.

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Viele Unternehmen im Finanzwesen setzen bisweilen noch auf Homeoffice.

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Die Entscheidung der Regierung, das 3G-System (geimpft, geheilt oder getestet) am Arbeitsplatz einzuführen, stellt Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor eine große Herausforderung. Welche Lösungen gibt es für Personen, die sich nicht impfen lassen wollen und bald jeden Tag einen negativen Test bei der Arbeit vorweisen müssen?

Die Aleba äußert in diesem Zusammenhang eine erste Idee: «Dem Arbeitnehmer, der keinen gültigen CovidCheck vorlegen kann, muss eine alternative Lösung in Form von Telearbeit angeboten werden», schreibt die größte Gewerkschaft des Finanzsektors am Donnerstag in einer Mitteilung. Ein Vorschlag, der allerdings auch Hürden mit sich bringt. Beispielsweise die Gleichbehandlung der Arbeitnehmer. Wie soll man geimpften Arbeitnehmern erklären, dass sie auf der Arbeit erscheinen müssen, während Kollegen, die sich nicht impfen lassen wollen, von Sonderregelungen profitieren können?

Weiter erklärt Jean-Jacques Rieff, stellvertretender Vorsitzende des Exekutivausschusses von Aleba, auf Anfrage von L'essentiel, dass die Steuer- und Sozialversicherungsabkommen mit den Nachbarländern, die es Grenzgängern ermöglichen, während der Pandemie unbegrenzt von zuhause zu arbeiten, noch nicht verlängert wurden. Derzeit enden diese am 31. Dezember.

«Tests auf Kosten des Arbeitgebers?»

«Wenn sie nicht verlängert werden, werden alle Grenzgänger gezwungen sein, ins Büro zurückzukehren. Wir hoffen, dass sich etwas ändert, sonst wird es Probleme geben.» Weiter erklärt Jean-Jacques Rieff, dass sie mindestens zwei Tage Telearbeit für alle unterstützen würden. Hierbei ginge es darum, die Ansteckungsgefahr zu verringern, aber auch «die Frustration über Verkehrsprobleme zu reduzieren, den CO2-Fußabdruck zu verringern und sich an neue, moderne Formen der Arbeitswelt anzupassen und sich neuen digitalen Gepflogenheiten anzupassen», schreibt die Aleba.

«Viele Arbeitnehmer haben fast zwei Jahre lang im Homeoffice gearbeitet und so die Arbeit der Unternehmen im Land ermöglicht. Die Effizienz und Flexibilität der Telearbeit muss also nicht mehr bewiesen werden», betont die Gewerkschaft.

Doch was können Unternehmen tun, wenn dieser Lösungsvorschlag nicht gefördert wird? «Die Unternehmen könnten zum Beispiel einen Gesundheitsexperten damit beauftragen, die betroffenen Personen täglich zu testen. Das Ganze auf Kosten des Arbeitgebers. Das ist besser, als den sozialen Frieden in der Firma zu gefährden», so Rieff abschließend.

(th/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 02.12.2021 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Damit man die Impfgegner auch noch belohnt dass sie von zu Hause aus arbeiten können die Aleba hat sie nicht mehr alle

  • Jos am 02.12.2021 23:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Gewerkschaften sollten sich um die echten Probleme der Arbeitnehmer kümmern, da gibt es genug zu tun. Stattdessen die Energie dafür verwenden, für eine kleine Gruppe von Unbelehrbaren auch noch Ausnahmen zu suchen. Homeoffice ja, wo es geht, aber das sollte nichts mit dem Impfstatus zu tun haben.

  • esouaset am 02.12.2021 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gin elo dei dei neischt gemaat hun dass et besser get an sech net geimpft hun, elo nach belount??? Bravo!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gen X am 03.12.2021 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein ganz klares NEIN! Keine Belohnungen für Impfmuffel!

  • Knouterketti am 03.12.2021 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei kreien all elo Zocker an den A.sch geblosen

  • de Krätzert am 03.12.2021 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Jidder Geimpften, deen da muss mam Auto schaffen fuëren an dem lëtzebuërger Chaos, soll all Mount Bensinsgeld kréien; soën mer mol 500 € Prime; natiirléch steierfréi an d'Pneuen, Revisiounen vun der Steier ofsetzbar; ouni Plafond ... Do giff dach eng Partie Ongeimpftener laafen, fir hir Pick ze kréien, domat se nees op de Buro kënnen fuëren

    • @de Krätzert am 03.12.2021 13:45 Report Diesen Beitrag melden

      Déi Iddi as mol guer net sou domm. All Geimpften 200 Euro de Mount Prime. Mengen dat geet schon duer. Da si just nach d'Besserverdénger déi sech net impfe lossen. Obschon déi meescht Besserverdénger eppes an der Bier hun a souwisou geimpft sin.

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  • Einfach am 03.12.2021 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jidder Geimpften deen och Home-Office machen wellt ka jo dann sein Impfzertifikat einfach verheemlechen.

  • Geimpften am 03.12.2021 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht wieder allen, geimpften sowie Ungeimpften die Möglichkeit zu mehr Home-Office gewähren?