Frankreich

20. Februar 2019 07:00; Akt: 20.02.2019 07:05 Print

Könnten Grenzgänger bald doppelt besteuert werden?

LUXEMBURG – Das neue Steuerabkommen zwischen Frankreich und Luxemburg treibt französische Arbeitnehmer wegen Unklarheiten auf die Barrikaden.

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Die Gewerkschaften wurden mit Telefonaten von französischen Mitarbeitern regelrecht bombardiert.

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«Dies ist ein Thema, das die französischen Einwohner betrifft. Der luxemburgische Staat muss sich in dieser Angelegenheit nicht einmischen», erklärt der Sprecher des Finanzministeriums. «Logischerweise wurde dieses Abkommen mit Frankreich unterzeichnet, um Doppelbesteuerung zu vermeiden», ergänzt der Ministeriumssprecher. Der luxemburgische Staat arbeitet intensiv an diesem heiklen Thema.

Die Gewerkschaften ihrerseits reagierten rasch, zumal die französischen Arbeitnehmer angesichts der Unsicherheit im Zusammenhang mit den Auswirkungen des neuen Steuerabkommens ernsthafte Bedenken äußerten. «Um jegliche Interpretation zu vermeiden, ist eine Klärung der praktischen Anwendung für französische Grenzbewohner erforderlich», schreibt die LCGB, die ein dringendes Treffen mit dem Finanzminister Pierre Gramegna gefordert hat.

Der OGBL setzt eigene Experten ein. «Das Thema ist kompliziert und erfordert echtes Fachwissen. Aber wenn es sich um eine versteckte Doppelbesteuerung handelt, wäre es natürlich eine unannehmbare Ungerechtigkeit», sagt Jean-Claude Bernardini, Zentralsekretär und Mitglied des Vorstands des OGBL. Es wurden bereits Briefe an die französischen Abgeordneten geschickt. Außerdem hat der OGBL um ein Interview mit der Generaldirektion Öffentliche Finanzen in Frankreich gebeten.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • abc am 20.02.2019 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die luxemburgische Regierung mischt sich nicht ein, wer had denn das Abkommen unterschrieben?!???

  • paulchen am 20.02.2019 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diese unangenehme Ungerechtigkeit gibt es doch schon für die deutschen Grenzgänger. Also gleiches recht für alle !

    einklappen einklappen
  • jonny zinky am 12.03.2019 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei den Deutschen hat es ja auch niemanden interessiert. Je mehr ein Deutscher im Ausland für ein lux. Unternehmen arbeitet, um so weniger verdient er. Ist er mehr als 51 Tage für seinen Arbeitgeber im Ausland, wird ein verheirateter Arbeitnehmer sogar noch als Single steuerlich eingestuft. So verliert ein Land seine Leistungstraeger in der Wirtschaft. Also Franzosen Augen zu und durch!

Die neusten Leser-Kommentare

  • jonny zinky am 12.03.2019 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei den Deutschen hat es ja auch niemanden interessiert. Je mehr ein Deutscher im Ausland für ein lux. Unternehmen arbeitet, um so weniger verdient er. Ist er mehr als 51 Tage für seinen Arbeitgeber im Ausland, wird ein verheirateter Arbeitnehmer sogar noch als Single steuerlich eingestuft. So verliert ein Land seine Leistungstraeger in der Wirtschaft. Also Franzosen Augen zu und durch!

  • paulchen am 20.02.2019 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diese unangenehme Ungerechtigkeit gibt es doch schon für die deutschen Grenzgänger. Also gleiches recht für alle !

    • Patrick am 20.02.2019 14:32 Report Diesen Beitrag melden

      Inwiefern genau? Normalerweise ist der deutsche Grenzgänger doch in Luxemburg steuerpflichtig. Habe ich da etwas übersehen? (ausser im Fall eines Nebenverdinstes in D)

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  • svendorca am 20.02.2019 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ungerechtigkeit??...wird nicht mehr lange dauern,dann wird der, der sein Leben lang schwer geschuftet hat auch den Weg in die soziale Kantine beschreiten müssen...

  • abc am 20.02.2019 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die luxemburgische Regierung mischt sich nicht ein, wer had denn das Abkommen unterschrieben?!???