François Bausch

09. Juni 2016 13:35; Akt: 27.09.2016 12:05 Print

Kooperation mit Deutscher Flugsicherung in Sicht

LUXEMBURG – Übernimmt ein deutsches Unternehmen bald die Kontrolle über den Luxemburger Luftraum? Minister Bausch präsentierte in einer Kommission eine entsprechende Studie.

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Die Luxemburger Fluglotsen könnten in Zukunft auch dafür eingesetzt werden, Flieger in Parkpositionen zu bugsieren. (Bild: DPA)

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Verkehrsminister François Bausch (Déi Gréng) hat am Donnerstag die Ergebnisse einer Studie über mögliche Synergieeffekte bei der Überwachung des Luxemburger Luftraums präsentiert. Die Luftfahrtbehörde ANA könnte demnach tatsächlich die Anflugkontrolle für den Findel – das ist der Luftraum zwischen 726 und 4500 Metern Höhe – an einen externen Operator abgeben. Das Ziel? Die Übereinstimmung mit den europäischen Sicherheitsstandards («Single European Sky») vor Ende 2017 – und substantielle Einsparungen.

Bausch hat die Mitglieder des Ausschusses für Nachhaltige Entwicklung über die beiden Unternehmen aufgeklärt, die für die Überwachung des Luxemburger Luftraumes in Frage kämen: das belgische Staatsunternehmen Belgocontrol und die Deutsche Flugsicherung (DFS), die zu 100 Prozent vom deutschen Staat kontrolliert wird. Bausch selbst favorisiert die zweite Variante, vor Herbst soll darüber jedoch keine Entscheidung fallen.

Luxemburger Fluglotsen werden in Deutschland ausgebildet

«DFS überwacht bereits 16 europäische Flughäfen und hat 5672 Mitarbeiter», erklärte Kommissionspräsidentin Josée Lorsché gegenüber L’essentiel. Außerdem würden die Luxemburger Fluglotsen bei der DFS in der Nähe von Frankfurt ausgebildet. Die Wahl des deutschen Unternehmens würde dem Staat in den nächsten zehn Jahren 40 Millionen Euro gegenüber den Belgiern sparen.

16 Organisationen im luxemburgischen Luftfahrtsektor – darunter auch die Fluglotsenvereinigung LACA – haben sich gegen das Projekt ausgesprochen. Sie fürchten einen «Verlust von Souveränität» und die Versetzung der Fluglotsen auf uninteressante Arbeitsplätze. Laut der von Bausch präsentierten Studie könnte von ihnen tatsächlich mehr Flexibilität verlangt werden, zum Beispiel auch ein Dienst beim Kontrollsystem auf dem Boden, wo es darum geht Flugzeuge in Parkpositionen zu dirigieren. Aber: «Sie werden ihren Beamtenstatus behalten und bekommen das gleiche Gehalt wie jetzt», sagt Lorsché.

(Pascal Piatkowski/L'essentiel)

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