In Luxemburg

10. September 2018 12:03; Akt: 10.09.2018 13:12 Print

«Kultur ist das beste Mittel zur Integration»

LUXEMBURG – Der Verein «Mir wëllen iech ons Heemecht weisen» möchte Flüchtlingen beim Start ins neue Leben helfen. Die Mitglieder setzen dabei auf den kulturellen Austausch.

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Serge Tonnar (Mitte) erklärt mit Staatssekretär Guy Arendt (r.) und Sarah Ketema (l.) die Arbeit des Vereins. (Bild: L'essentiel)

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Als im Jahr 2015 zahlreiche Flüchtlinge aus den Krisengebieten der Erde nach Europa übersiedelten, wollte Serge Tonnar seinen Beitrag leisten. «Ich habe zuerst ganz praktisch geholfen und beispielsweise Unterkünfte hergerichtet. Eben dort, wo Not am Mann war», sagt der Luxemburger gegenüber L'essentiel.

Schnell bemerkte der Sänger und Liedermacher, dass er seine künstlerischen Kompetenzen in die Integrationsarbeit einbringen wollte. Er organisierte zunächst kleinere Konzerte, auf dem sich die Menschen aus dem Großherzogtum mit den Asylsuchenden austauschen konnten. «Da habe ich sofort gemerkt, dass das ein guter Weg ist, um die Menschen zusammenzubringen», erklärt Tonnar. Wenig später gründete er den Verein «Mir wëllen iech ons Heemecht weisen», der auf den kulturellen Austausch der Luxemburger mit den Flüchtlingen setzt. Die Veranstaltungen des Vereins – Workshops (Theater, Tanz, Graffiti), Konzerte, Aktionen für Kinder oder die «Internationale Disco», bei der jeder die Musik aus seinem Heimatland vorstellen kann – dienen als Begegnungsstätte.

Kultur ist eine universelle Sprache

Bis zum heutigen Tag haben sich Tonnar etwa 20 freiwillige Helfer angeschlossen. Finanziell unterstützt wurde der Verein zunächst von der Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte. «Wir haben dann aber entschieden, dass wir nicht mehr von einer karitativen Organisation bezuschusst werden wollen. Vielmehr wollten wir den öffentlichen und privaten Sektor in die Pflicht nehmen», erklärt Tonnar. Die Stadt Luxemburg und die Stiftung der Garage Losch sprangen ein und unterstützten die sozialen Projekte bis ins Jahr 2018.

Um seine Zukunft muss sich die gemeinnützige Organisation vorerst keine Gedanken machen: Bis 2020 kommen insgesamt 100.000 Euro vom Kulturministerium. «Für uns ist das eine große Befreiung. Wir waren in den letzten Wochen mehr damit beschäftigt, einen Geldgeber zu finden, als mit unserer eigentlichen Arbeit. Jetzt können wir uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren», sagt Tonnar erleichtert.

Der zuständige Staatssekretär, Guy Arendt, lobte die Arbeit von Tonnar und seinen Helfern: «Dass wir eine Freiwilligenorganisation wie diese unterstützen müssen, war schnell klar. Kultur ist eine universelle Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird. Sie ist das beste Mittel zur Integration.»

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • HiddenTruth am 11.09.2018 02:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dir geheiert all agespaart gleewt mer et.

  • Lux am 10.09.2018 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat gin den Fransosen och gut doen?!!!!!

  • svendorca am 10.09.2018 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    100.000 Euro!..wie viele Steuergelder sind das denn!

Die neusten Leser-Kommentare

  • HiddenTruth am 11.09.2018 02:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dir geheiert all agespaart gleewt mer et.

  • Trimi am 10.09.2018 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Den Haer Tonnar wees wei een u Geld kennt

  • Lux am 10.09.2018 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat gin den Fransosen och gut doen?!!!!!

  • svendorca am 10.09.2018 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    100.000 Euro!..wie viele Steuergelder sind das denn!