In Luxemburg

15. Januar 2020 07:00; Akt: 15.01.2020 07:03 Print

«Kultureller Vandalismus» auf der Place Dargent

LUXEMBURG – Gebäude, die Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurden, sollen demnächst für ein Immobilienprojekt abgerissen werden. Déi Lénk gefällt das gar nicht.

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Die Zerstörung von Fensterrahmen aus Sandstein wurde von der Oppositionspartei Déi Lénk angeprangert.

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Altes abreißen und Neues aufbauen: Im April vergangenen Jahres hatte die Stadtverwaltung Luxemburg den Abriss von vier Häusern auf der Place Dargent im Stadtteil Eich genehmigt. Die Zerstörung von Fensterrahmen aus Sandstein wurde von der Oppositionspartei Déi Lénk angeprangert. Das wird nämlich als Mittel «zur Schaffung vollendeter Tatsachen gegen potentiellen Denkmalschutz» betrachtet.

Déi Lénk spricht sogar von «kulturellem Vandalismus», da die Häuser Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurden. «Zumal eines der Häuser vor wenigen Jahren komplett renoviert wurde», erklärt Guy Foetz vom Gemeinderat auf Nachfrage von L'essentiel.

Laut der Bürgermeisterin Lydie Polfer seien alle Verhandlungen gemäß dem allgemeinen Bebauungsplan von 2017 abgelaufen. «Die Häuser stehen nicht unter Denkmalschutz», sagt sie. Bei der Erstellung des Bebauungsplans hätten die Bürger sich zum Schutz gewisser Gebäude äußern können, was für diese vier Häuser nicht der Fall gewesen sei. In Zukunft soll auf dem Gelände ein Gebäude mit insgesamt 31 Wohnungen enstehen.

(Marion Mellinger/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Saupreis am 15.01.2020 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wer bekommt die Wohnungen?

    einklappen einklappen
  • B. am 15.01.2020 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Appart 39m2 Luxville...1500€ / 250€ charges... Hahaha...do verdengt sech remm een en gellen nues...ginn jo awa genuch Pariser Franzosen dei et do net mei aushaalen, dei kreien daat bestemmt och bezuelt...Supper Projet...Weider sou...

  • Jimbo am 15.01.2020 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann nicht auf der einen Seite jammern das der Wohungsmarkt in Schieflage geraten ist und auf der anderen Seite jede Hundehütte erhalten wollen. Diese Häuser sind zwar alt aber wirklich nichts besonderes und deshalb ist es wünschenswert, dass sie Platz machen für Neues.

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 15.01.2020 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    All déi Leit déi virun deenen Heiser all Dag am Stau stinn, wessen datt do keen Denkmalschutz néideg ass! Kann een och iwwerdreiwen!

  • robbie am 15.01.2020 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ass all Haus waat aal ass noutgedrongen och schéin an erhaalenswaert? Et gët genuch klasséiert Haiser déi och wierklech eppes zum Patrimoine bäikéieren. Fir de Rescht heescht et an d'Zukunft kucken, soss bleiwe mer op der Plaatz stoen.

  • B. am 15.01.2020 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Appart 39m2 Luxville...1500€ / 250€ charges... Hahaha...do verdengt sech remm een en gellen nues...ginn jo awa genuch Pariser Franzosen dei et do net mei aushaalen, dei kreien daat bestemmt och bezuelt...Supper Projet...Weider sou...

  • Jimbo am 15.01.2020 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann nicht auf der einen Seite jammern das der Wohungsmarkt in Schieflage geraten ist und auf der anderen Seite jede Hundehütte erhalten wollen. Diese Häuser sind zwar alt aber wirklich nichts besonderes und deshalb ist es wünschenswert, dass sie Platz machen für Neues.

  • Julie am 15.01.2020 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Die Bürgermeisterin tut der Stadt nix gutes an, bei allen Themen nimmt sie nachträglich Stellung, anstatt proaktiv Problemen zuvor zu kommen, Bsp. : Sprinkler Parking Rousegärtchen, Kriminalität Bahnhofsviertel, fragwürdige Baugenehmigungen...Architektenmurks wie am Aldringen soll das der neue Standart werden, dann lässt man besser die alten Häuser stehen, ausserdem wer veranlasst eigentlich immer diese Beschädigungen an den Fenstersteinen, das sind doch Mafiamethoden !