Kulturhauptstadt 2022

31. März 2016 17:20; Akt: 31.03.2016 18:03 Print

Kulturjahr im Süden verliert eine Gemeinde

LUXEMBURG – Es gibt Unstimmigkeiten an der Kandidatur von Esch und dem Syndikat Pro-Sud als Kulturhauptstadt Europas: Die Südgemeinde Kayl wird die Bewerbung nicht unterstützen.

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Mehrere Städte im Süden Luxemburgs, darunter Esch, wollen 2022 als Kulturhauptstadt Europas auftreten.

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Die Stadt Esch/Alzette will sich für Luxemburg als Europäische Kulturhauptstadt 2022 bewerben. Eigentlich sollten auch benachbarte Orte aus dem Syndikat Pro-Sud (Bettemburg, Differdingen, Düdelingen, Käerjeng, Kayl, Monnerich, Petingen, Rümelingen, Sassenheim, Schifflingen) einbezogen werden. Doch der Schöffenrat von Kayl hat dem Projekt eine Absage erteilt. «Wir haben Bedenken wegen der Kosten, die für uns 425.000 Euro betragen würden», erklärt der Kayler Bürgermeister John Lorent (LSAP). Dafür will die Gemeinde lieber konkrete Investitionen, etwa in ein Lokalmuseum, tätigen. Differdingens Bürgermeister Roberto Traversini (déi Gréng) wiederum kann die Reaktion aus Kayl nicht verstehen: «Das ist eine einzigartige Chance für den Süden und über die Kosten kann man doch diskutieren.»

Der Regierungsrat hatte Ende Februar beschlossen, dass sich der Staat zu 67 Prozent am Budget für die Kulturhauptstadt 2022 beteiligt. Anvisiert sind Kosten von 67 Millionen Euro. Wird die Kandidatur der Städte im Süden angenommen, stellt der Staat 41,5 Millionen Euro bereit. Den Rest übernehmen die beteiligten Kommunen. Für jede Kulturhauptstadt Europas sind zudem 1,5 Millionen Euro aus dem Programm «Kreatives Europa» vorgesehen, die mit dem «Melina Mercouri Preis» an die Städte verliehen werden.

Luxemburg ist im Jahr 2022 laut der entsprechenden Länderliste von EU-Parlament und Rat wieder an der Reihe für die Ausrichtung des Projektes. Wie schon 1995 und 2007, doch da trug beide Male Luxemburg-Stadt den Titel. 2022 wird man sich den nun mit dem litauischen Kaunas teilen. Während des Kulturjahres sollen die ausgewählten Städte der beiden Länder ihre Kulturprogramme vorstellen und damit ihre Positionen in der Kulturlandschaft Europas ausbauen. Bewerbungsschluss ist der 23. Mai, Esch ist der einzige luxemburgische Bewerber. Nach dem Stichtag wird eine Jury die Kandidaten bewerten. Bis zur Endauswahl im kommenden Jahr haben die Bewerber dann Zeit, die Empfehlungen der Jury umzusetzen und an ihren Bewerbungen zu feilen.

(sop/L'essentiel)

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