Verlängerung

16. Oktober 2020 10:03; Akt: 16.10.2020 10:03 Print

Kurzarbeit in Luxemburg weiter notwendig

LUXEMBURG – Premierminister Xavier Bettel hat angekündigt, dass die Kurzarbeit nach dem 31. Dezember verlängert wird. Die Zahl der Anträge ist weiterhin hoch.

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Tausende Betriebe haben im Oktober Kurzarbeit angemeldet. (Bild: DPA)

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Am 13. Oktober hat Premierminister Xavier Bettel in seiner Rede zur Lage der Nation angekündigt, dass die Kurzarbeit nach dem 31. Dezember 2020 verlängert wird. Das zeigt vor allem eines: Die Coronakrise belastet noch immer die Wirtschaft des Großherzogtums. «Die Kurzarbeit wird es weiterhin geben, vor allem für Unternehmen in gefährdeten Sektoren, aber auch für andere, die durch die Krise in Schwierigkeiten geraten sind», erklärte Bettel.

Wer weiterhin die Kurzarbeit in Anspruch nehmen kann, wird bei den nächsten Sitzungen des Ausschusses für wirtschaftliche Bedingungen mit den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen sowie verschiedenen Ministerien und Verwaltungen erörtert, erklärt das Arbeitsministerium auf Anfrage von L'essentiel.

Staat bekommt 402 Millionen zurück

Genutzt wird die Kurzarbeit in Fällen von höherer Gewalt, die durch die Corona-Pandemie seit März vorherrscht. Ihr vorrangiges Ziel ist es, Entlassungen zu verhindern. Zwischen März und Juni 2020 profitierten 14.810 Unternehmen im Land. Genutzt wurde das Instrument für insgesamt 375.196 Beschäftigte und 29,6 Millionen Arbeitsstunden. Seit Juli reichten die Unternehmen 12.631 Anträge von Unternehmen, 2825 davon entfielen auf die ersten beiden Oktoberwochen. Der Bedarf ist also nach wie vor groß.

Für das Jahr 2020 sind nach Angaben des Arbeitsministeriums bis zum 12. Oktober mehr als 856 Millionen Euro für Maßnahme ausgegeben worden. Die Gesamtschuld, die von den Unternehmen zurückgezahlt werden muss, beläuft sich auf etwa 402 Millionen Euro.

Die Verlängerung der Maßnahmen, zumindest für den Beginn des Jahres 2021, wird neue Kosten verursachen. In den Haushaltsprognosen waren vor der Ankündigung von Xavier Bettel 150 Millionen Euro für den Beschäftigungsfonds für das nächste Jahr vorgesehen. Für das laufende Jahr beträgt das Budget auf 1,1 Milliarden Euro.

(nc/L'essentiel)

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