Tram-Baustelle

06. Dezember 2019 06:57; Akt: 06.12.2019 07:00 Print

Ladenbesitzer am Bahnhof fordern Unterstützung

LUXEMBURG – Die Dauerbaustelle am Bahnhof zwingt die Ladeninhaber im Viertel in die Knie. Einige verlangen nun eine staatliche Entschädigung.

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Ein Stadtbummel hier? Lieber nicht. So denken viele in Luxemburg.

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«Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Aber ich werde meinen Laden schließen», sagt Wolfgang Knode. Seine Kurzwaren liegen seit 43 Jahren in den Schaufenstern der Rue Glesenern – nur einen Steinwurf von der Baustelle entfernt, wo die Tram fahren soll. Doch bald werden sie hier verschwinden. Sein Geschäft macht dicht.

Ein paar Meter weiter, in der Avenue de la Liberté, betreibt Isabel Neves mit ihrem Mann ein Tabakgeschäft. Sie war gezwungen, finanzielle Unterstützung bei der Adem zu beantragen. «Ich wollte nie dorthin gehen. Das ist eine Frage des Stolzes, wir haben es immer geschafft. Aber jetzt müssen wir um Hilfe bitten, um zu überleben.»

Petition fordert Entschädigung

Die Händler haben sich zusammengeschlossen, um die Behörden aufzufordern, schnell zu handeln. Die Situation sei inzwischen unhaltbar. Alle teilen eine Erfahrung: das Gefühl, verlassen worden zu sein. Sie weisen auf die schlechte Kommunikation mit Luxtram hin. Die Gesellschaft leitet die Bauarbeiten. «Der Umfang des Projekts wurde unterschätzt. Ich habe meinen Laden vor sechs Monaten eröffnet. Damals wurde mir gesagt, dass ich nichts zu befürchten habe», beschwert sich Maddalena Oliva, Leiterin eines Bekleidungsgeschäfts. Sie hat eine Petition ins Leben gerufen, um eine sofortige Entschädigung für die ansässigen Ladenbesitzer zu fordern.

Die Geschäftsleute leiden unter der Baustelle, gleichzeitig erkennen viele die Notwendigkeit der Bauarbeiten an. Angélique Bartolini, die ein Geschäft in der Rue Dicks betreibt, glaubt, dass das Projekt «den Standort positiv verändern wird», sobald es endlich fertig ist. Sie will daher nicht schwarzsehen, sondern geduldig abwarten.

(Maurice Magar/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jacj am 17.01.2020 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hätt ech e puer milliounen um Kont da wir ech schon längst ausgewandert, mais wei soen se:Dat bessi waat mer hun as ze weineg fir ze liewen, an zevill fir ze stiewen.

  • Julie am 06.12.2019 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    Das grösste Problem in Luxemburg sind die Mieten, die Eigentümer sollten ihre Preise an die veränderte Situation anpassen, wenn erst mal die Baustelle fertig ist und die Tram fährt werden sie sicher genau das tun allerdings dann nach oben , wer ein Gebäude in dieser Strasse besitzt ist eh schon Millionär

  • den Dommen am 06.12.2019 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    de Wirtschaftsverseuchungswuësstum, fir de mir mat onseren Steieren, onserer Gesondheet an onserer Gedold bezuëlen, mëcht keen Halt a wiesst weider bis an de Space ... a mir waarde gedëlleg of ...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacj am 17.01.2020 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hätt ech e puer milliounen um Kont da wir ech schon längst ausgewandert, mais wei soen se:Dat bessi waat mer hun as ze weineg fir ze liewen, an zevill fir ze stiewen.

  • Julie am 06.12.2019 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    Das grösste Problem in Luxemburg sind die Mieten, die Eigentümer sollten ihre Preise an die veränderte Situation anpassen, wenn erst mal die Baustelle fertig ist und die Tram fährt werden sie sicher genau das tun allerdings dann nach oben , wer ein Gebäude in dieser Strasse besitzt ist eh schon Millionär

  • den Dommen am 06.12.2019 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    de Wirtschaftsverseuchungswuësstum, fir de mir mat onseren Steieren, onserer Gesondheet an onserer Gedold bezuëlen, mëcht keen Halt a wiesst weider bis an de Space ... a mir waarde gedëlleg of ...