Nahe Thionville

26. Februar 2021 09:08; Akt: 26.02.2021 09:08 Print

Langzeit-​​Patient entgeht mehrmals dem Corona-​​Tod

VOLMERANGE – Aurélia Meyer erzählte «L'essentiel» die Geschichte ihres Vaters, der im März 2020 an Corona erkrankte und nun – ein Jahr später – das Krankenhaus verlassen darf.

storybild

Im Kampf gegen die Corona-Erkrankung steht Aurélia Meyer ihrem Vater zur Seite.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Aurélia lebt in Volmerange-les-Mines, im französischen Departement Moselle, nur einen Steinwurf von Düdelingen entfernt. Sie ist Krankenschwester in Thionville, ihr Mann arbeitet an der Grenze in Esch-Belval. Sie wollte mit uns die Geschichte ihres Vaters teilen, der am 20. März 2020 wegen einer schweren Infektion mit dem Coronavirus ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Wie die 37-Jährige am Donnerstag im Interview erzählt, erwägen die Ärzte bis April 2021 – also ein Jahr nach Beginn der Erkrankung und vielen kritischen Momenten – endlich die Rückkehr nach Hause.

«Es geht ihm gut, er nimmt wieder zu und hat sogar wieder Lust auf Süßes», freute sich Aurélia und ergänzt: «Er konnte letzte Woche zum ersten Mal wieder nach Hause». Es sei ein langer Weg gewesen, aber nun sei für ihn das Ende der Strapazen in Sicht.

Nach langer Zeit erleichternde Nachrichten

Am 26. März 2020 wurde er auf die Intensivstation verlegt und intubiert. Drei Tage später brachte man ihn mit dem TGV vom Bahnhof Nancy nach Bordeaux. Nachdem er am 18. April zum ersten Mal aus dem Koma erwacht war, verschlechterte sich sein Zustand sechs Tage später wieder. Er musste in Bauchlage versetzt werden und rang mit dem Tod.

Im Mai wurde er von den Medizinern sogar wiederbelebt. Sein Kampfgeist bleibt ihm aber weiterhin erhalten und er wird einen Monat später mit dem Flugzeug in die Nähe von Nancy zurückgebracht. Als er im Oktober wieder auf die Intensivstation kommt, beginnt die Tortur von Neuem – aber auch davon lässt er sich nicht unterkriegen. «Er arbeitet mit Leib und Seele und lernt langsam aber sicher wieder laufen», erzählt seine Tochter.

«Immer noch nicht geimpft»

Da er mit seinen 62 Jahren noch nicht an der Reihe ist, werde er erst zu einem späteren Zeitpunkt geimpft – trotz seiner Vorgeschichte. Auf eine Beatmungshilfe sei er mittlerweile nicht mehr angewiesen. Allerdings müsse er wieder laufen lernen, da er 80 Prozent seiner Muskeln verloren hat, als er im Krankenhaus lag. «Im Moment genießt er die Sonne durch die Fenster, weil er nicht nach draußen darf», sagt Aurélia.

«Er wollte, dass ich seine Geschichte erzähle. Seither haben wir viele freundliche und positive Nachrichten erhalten. Das ist in der heutigen Zeit selten geworden. Er wünscht sich einem Verein beizutreten, der Patienten, die lange mit dem Virus gekämpft haben zusammenbringt. Er will seinen Kampfgeist und seine Ansichten mit anderen teilen.»

(fl/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • verita am 26.02.2021 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gut tutto bene

  • Barbara Schmitz am 26.02.2021 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute für Ihren weiteren Genesungsweg und noch viele schöne Jahre mit deer Familie

  • Josi am 26.02.2021 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Jojo. Heinsdo eng schlëmm Geschicht, där gin et der net all ze vill, fir d'Leit bei der Angscht ze halen. Net dass nach op eemol ee mengt dee Corona wär jo guer net sou geféierlech.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • verita am 26.02.2021 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gut tutto bene

  • Josi am 26.02.2021 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Jojo. Heinsdo eng schlëmm Geschicht, där gin et der net all ze vill, fir d'Leit bei der Angscht ze halen. Net dass nach op eemol ee mengt dee Corona wär jo guer net sou geféierlech.

    • packtiech am 27.02.2021 19:27 Report Diesen Beitrag melden

      genee mir musse jo panik oprechterhaalen...Null!

    einklappen einklappen
  • Barbara Schmitz am 26.02.2021 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute für Ihren weiteren Genesungsweg und noch viele schöne Jahre mit deer Familie