Large Scale Testing

24. September 2020 11:41; Akt: 24.09.2020 12:17 Print

Luxemburg will bis März 1,5 Millionen Tests durchführen

LUXEMBURG – Gesundheitsministerin Paulette Lenert hat am Donnerstagvormittag über die zweite Phase des Large Scale Testings informiert.

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Nach der gestrigen Pressekonferenz mit Premierminister Xavier Bettel (DP) trat Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) am heutigen Donnerstag erneut vor die Kameras, um über die bisherigen Ergebnisse des Large Scale Testings im Großherzogtum und vor allem über die Strategie für die kommenden Monate zu sprechen. Nachdem die erste Phase noch «experimentellen Charakter» hatte und Luxemburg eines der ersten Länder mit diesem Ansatz war, sehe man das Large Scale Testing mittlerweile als «wichtigen Baustein in unserer Strategie», die auch weiterhin kontinuierlich angepasst werde.

Bisher seien die Ergebnisse der aufwendigen Test-Strategie «insgesamt beruhigend». Es hätten sich in den verschiedenen Bereichen wie Baugewerbe, Schulen, im Reinigungs-Sektor, im Gesundheits- und Pflegebereich und am lux-Airport keine auffälligen Infektionsraten gezeigt. Generell habe das Large Scale Testing aber dabei geholfen, einen Gesamtüberblick zu bekommen, wo sich das Virus gerade bewegt. «Wir können das Virus nicht aus Luxemburg verjagen. Es ist da und wir wollen die Infektionen auf einem niedrigen Niveau halten», so Lenert.

Dabei setze man nun in der zweiten Phase auf fünf Säulen. Das Large Scale Testing soll weiterhin großflächige Tests der Bevölkerung beziehungsweise verschiedener Sektoren und weiterhin auch bei Grenzgängern ermöglichen. Darüberhinaus soll Reisenden und Reiserückkehrern am Findel die Möglichkeit gegeben werden, sich testen zu lassen. Personen, die aufgrund ihres Berufs mehr Kontakt zum Virus haben könnten, wie Ärzte, Gesundheitspersonal, Polizisten, Armeeangehörige, der Horesca-Sektor, aber auch Flugpersonal, sollen regelmäßig getestet werden. Zudem sind auch reaktive Tests weiterhin wichtig, bei denen mit einem mobilen Test-Team auf Infektionen in einem Umfeld reagiert werden kann. Ganz neu sind die serologischen Tests, bei welchen das Blut der Getesteten auf Antikörper untersucht wird. «Wir wollen alles probieren, was möglich ist, um das Virus zu verstehen», erklärte Lenert. Schnelltests seien noch nicht vorhanden, aber man informiere sich laufend über Veränderungen.

Wie bisher werden für das Large Scale Testing Einladungen verschickt, mit denen man sich innerhalb von zwei Wochen für einen Testtermin registrieren kann. Es bleiben dafür insgesamt acht Teststationen im ganzen Land: Hosingen, Schieren, Steinfort, Grevenmacher, Luxemburg-Stadt, Howald, Niederkerschen und Esch/Alzette. Der Service wird Montag bis Donnerstag von 7 bis 19 Uhr, freitags von 7 bis 21 Uhr und samstags von 8 bis 15 Uhr angeboten. Sonntag bleiben die Teststationen geschlossen. Lediglich am Findel können sich Reisende an jedem Wochentag zwischen 9.30 Uhr und Mitternacht testen lassen.

Für die zweite Phase vom laufenden September bis März nächsten Jahres sind bis zu 1,5 Millionen Tests vorgesehen. Rund 53.000 PCR-Tests sind pro Woche möglich, darüberhinaus sprach Lenert von bis zu 1000 Antikörper-Tests. Für die gesamte Testkampagne sind 60 Millionen Euro veranschlagt.

(dm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco am 24.09.2020 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ich glaube da sind die Augen grösser als der Magen. Viele Leute werden sich nicht mehr Freiwillig testen lassen. Ausserdem habe ich gehärt dass das Stäbchen neuerdings in die Nase eingeführt wird. Auch eher abschreckend, meiner bescheidenen Meinung nach.

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  • Thadäus am 24.09.2020 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    nur 1,5 Millionen ! der größte Betrug aller Zeiten läuft gerade

  • Covidioten am 25.09.2020 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    ouni ons! ...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gaston am 14.10.2020 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hun mech schon zwee Mol testen gelos. Enkeier mam Stäbchen an der Nues, da war ganz am Umfang vun der Kreis war negativ. Den zweeten Test war den 17.09.2020 iwert eng Blutanalyse negativ. Den huet mech 20 Euro kaascht. Elo kreien ech den Mëndeg nach en Test gemach. Ech machen beim Large scale testing mat, ob schon ech net méi un den Covid 19 Virus gelewen. Well eis Politiker soen ons Wurecht net wat wirklich as. Dass nemmen alles bla, bla, bla...

  • Covidioten am 25.09.2020 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    ouni ons! ...

  • ma dann lass am 25.09.2020 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Et muss éen eppes leschten fir iwerall als Risikogebitt erklärt ze ginn, packen mer et un.

  • Ger am 24.09.2020 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An,wat brengt dat? Haut negativ,an muer villeicht positiv.

  • Jos am 24.09.2020 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anstatt froh zu sein, dass wir in einem Land leben welches es sich leisten kann, kostenlos und großflächig testen zu können, um damit Infizierte ohne Symptome (aber ansteckend) frühzeitig zu finden : nein, immer meckern, auf irgendwelche sogenannte Freiheiten pochen und am besten noch an eine Verschwörung glauben. Die Welt ist nicht ideal....

    • net alles gléwen wat an der Zeitung ass am 25.09.2020 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      Bei engm Virus déen sech komplett atypesch verhält zou Allem wat mer iwer Virus'en wessen, kann éen sech schonns Froen stellen.

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