EU-Zulassung

14. März 2018 11:21; Akt: 14.03.2018 11:29 Print

Lebensmittel mit Gen-​​Soja nicht freigegeben

LUXEMBURG – Die europäische Zulassung für Lebensmittel und Futter mit gentechnisch veränderten Sojabohnen muss nach einem Urteil des EU-Gerichts noch einmal auf den Prüfstand.

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Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind europaweit heftig umstritten. (Bild: DPA/Patrick Pleul)

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Die Richter gaben am Mittwoch in Luxemburg der Klage von Gentechnikkritikern gegen eine Entscheidung der EU-Kommission statt.Diese hatte 2015 den Unternehmen Pioneer Overseas und Monsanto Europe erlaubt, Lebensmittel, Zutaten und Futtermittel mit gentechnisch verändertem Soja in der Europäischen Union zu verkaufen. Grundlage war die Einschätzung der EU-Lebensmittelbehörde EFSA, dass gentechnisch veränderte Sojabohnen ebenso sicher seien wie herkömmlich gezüchtete.

Die Nichtregierungsorganisation TestBioTech lehnt die Zulassung ab und beantragte bei der Kommission eine Überprüfung. Möglich ist das nach der sogenannten Aarhus-Verordnung bei Entscheidungen, die Auswirkungen auf die Umwelt haben könnten. Die Kommission wies den Antrag jedoch ab, weil es in dem Fall um eine Beurteilung von Gesundheits- und nicht um Umweltrisiken gehe.

Gentechnik nach wie vor umstritten

Dagegen klagte TestBioTech und bekam vor dem EU-Gericht Recht. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen gehöre klar zur Umwelt. Damit falle jede Regelung zu gentechnisch veränderten Pflanzen auch unter die Aarhus-Verordnung. Die Kommission habe den Antrag von TestBioTech auf Überprüfung zu Unrecht abgewiesen und müsse nun erneut entscheiden, befanden die Richter.

Da Gentechnik in vielen EU-Ländern sehr umstritten ist, unterliegt die Zulassung einem strengen Verfahren. Zum Anbau ist nur eine einzige Sorte genehmigt, die Maissorte MON810. Zur Verwendung als Lebens- und Futtermittel dürfen jedoch nach Angaben der EU-Kommission mehrere Dutzend Sorten importiert werden, darunter Mais, Soja, Raps, Zuckerrüben und Baumwolle.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • undeklariert krank gemacht am 15.03.2018 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Undeklariert krank gemacht ... das ist die Devise, wenn man auf nichtdeklarierten gentechveränderten Pflanzenpatenten als Food auf den Markt gebracht, verdienen will, sich jedoch nicht mit den Konsequenzen wie Krebs u. Behinderungen herumplagen will, mit denen jeder allein gelassen wird und die Pharmaindustrie dazu verdienen lässt, die sich über fette Gewinne durch unsere Krankheit freuen kann ...

  • schmerzhafter Darmkrebs am 15.03.2018 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Genfood ist ein Fakeword, da gentechnisch veränderte Pflanzen nicht zum Essen sind, weil krebserregend für alle Lebewesen. Wie kann es sein, dass undeklarierte gentechnisch veränderte Pflanzen dann schlussendlich doch bei uns auf dem Teller landen, die als Lebens- und Futtermittel importiert werden. Das heisst, dass wir überhaupt nicht geschützt sind durch strenge Verfahren bei der Zulassung, sondern gefärdet sind durch eine lasche phlegmatische Handhabung verantwortungsloser nimmersatter Profitöre, die auf allen Nahrungsmittel durch Patente mitverdienen wollen u. uns alle krank machen dürfen

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  • schmerzhafter Darmkrebs am 15.03.2018 07:59 Report Diesen Beitrag melden

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