Bilanz 2018

14. Mai 2019 17:47; Akt: 14.05.2019 17:51 Print

Luxair kämpft auf elf Routen gegen Billigflieger

MUNSBACH – Auch wenn die LuxairGroup weiterhin profitabel ist, leidet die Fluggesellschaft Luxair vor allem unter dem harten Konkurrenzkampf am Findel.

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Paul Helminger, scheidender Präsident des Verwaltungsrates, Adrien Ney, CEO und Giovanni Giallombardo, neuer Präsident des Verwaltungsrates bei der Luxair-Pressekonferenz. (Bild: L'essentiel)

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Die LuxairGroup erwirtschaftete 2018 einen Jahresüberschuss von 12,5 Millionen Euro nach 9,5 Millionen Euro im Vorjahr, so die am Dienstag vorgestellten Ergebnisse. Dennoch sank das operative Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit um 1,2 Millionen Euro auf 800.000 Euro.

Die Fluggesellschaft Luxair erhöhte dabei ihren Verlust von 6,3 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro über ein Jahr. «Die Rentabilität ist gesunken. Wir arbeiten an Reisezielen, Frequenzen und einer aggressiven Preispolitik. Wir hoffen auch, dass der Kerosinpreis, der sich in den letzten drei Jahren verdoppelt hat, zumindest stabil bleibt», erklärte Luxair-Chef Adrien Ney.

Die Fluggesellschaft konkurriert nun auf elf Zielen im Liniennetz (50 Prozent aller Routen) mit Billigfluggesellschaften. 2011 waren es nur vier. Außerdem werden vier der Strecken (London, Lissabon, Mailand und Porto) von drei weiteren Fluggesellschaften bedient.

LuxairTours geht es gut

Während Luxair 2010 am Findel noch einen Marktanteil von 76 Prozent hatte, sank der Heimvorteil 2018 auf 52 Prozent. «Es bleibt eine angenehme Position», sagt Adrien Ney. Um sich gegen die Konkurrenz zu wehren, hat Luxair im vergangenen Jahr seine Kapazität um zwölf Prozent und die Anzahl der Flüge um 14 Prozent erhöht, bei einer stabilen Auslastung von 64 Prozent. Insgesamt beförderte die Gruppe 2018 2,1 Millionen Passagiere, darunter 620.000 mit LuxairTours.

Der Reiseveranstalter entwickelt sich mit einem Ergebnis von 9,7 Millionen Euro (+35 Prozent gegenüber dem Vorjahr) weiterhin gut. LuxairServices, die Flughafendienstleistungen erbringen, wuchs leicht (von 2,4 auf 2,9 Millionen Euro), während das Frachtgeschäft, das unter der internationalen Flaute leidet, ein begrenztes Wachstum im Geschäft (+ zwei Prozent) und einen Rückgang im Gewinn (von 5,1 auf 3,9 Millionen Euro) verzeichnete.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jimbo am 15.05.2019 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wenig überraschend. Seit Flüge überbucht, man Flüge nicht wie gebucht nehmen kann und dadurch Termine am Zielort verpasst, wie mir mittlerweile mehrmals auf der Strecke London-Luxembourg passiert , sehe ich keinen Grund mehr die im Vergleich zu Billigfliegern deutlich höheren Preise zu bezahlen.

  • loshein am 15.05.2019 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Profitabel? Der Flugbetrieb macht immer zwischen einem und zwei Dutzend Millionen Euro Defizit. Nur die überteuerten Hotels, die die älteren Gäste zahlen, reisst sie notdürftig raus. Aber nicht mehr lange.

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  • loshein am 15.05.2019 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Profitabel? Der Flugbetrieb macht immer zwischen einem und zwei Dutzend Millionen Euro Defizit. Nur die überteuerten Hotels, die die älteren Gäste zahlen, reisst sie notdürftig raus. Aber nicht mehr lange.

  • Jimbo am 15.05.2019 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Wenig überraschend. Seit Flüge überbucht, man Flüge nicht wie gebucht nehmen kann und dadurch Termine am Zielort verpasst, wie mir mittlerweile mehrmals auf der Strecke London-Luxembourg passiert , sehe ich keinen Grund mehr die im Vergleich zu Billigfliegern deutlich höheren Preise zu bezahlen.