Transport über 7000 Kilometer

28. April 2017 15:13; Akt: 28.04.2017 20:49 Print

Luxembourg Air Rescue rettet Hai-​​Opfer das Leben

LUXEMBURG/ASCENSION - Die Luxembourg Air Rescue flog diese Woche einen spektakulären Einsatz: Eine Frau musste nach einer Hai-Attacke von einer entlegenen Insel abgeholt werden.

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Die heimische Flugrettung Luxembourg Air Rescue (LAR) hat einen außergewöhnlichen Patiententransport im Ausland gemeistert: Die Rettungsprofis hoben vom Findel ab, um eine schwer verletzte Britin von einer tausende Kilometer entfernten Insel im Südatlantik abzuholen. Die Frau war beim Schnorcheln im Meer von einem Hai gebissen worden – und drohte, ihr Bein zu verlieren.

Der Vorfall geschah vor der kleinen Insel Ascension, 3000 Kilometer westlich vom afrikanischen Festland. Ascension gehört zum britischen Überseegebiet St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha. Weil die Notfall-Kapazitäten auf der entlegenen Inselgruppe knapp sind, schaltete die lokale Regierung die Luxembourg Air Rescue ein. Auf dem Flughafen Findel in Luxemburg machten Mitarbeiter der LAR anschließend einen Learjet startklar und schickten die Maschine auf die Reise in den Südatlantik. Zwei Tankstopps in Agadir und in Monrovia waren notwendig, um die 7080 Kilometer lange Strecke in knapp zehn Stunden zu bewältigen.

Dritter Einsatz in Ascension

In der Maschine flogen ein Notarzt und ein Intensivkrankenpfleger mit, die das Hai-Opfer vom Krankenhaus in Ascension abholten und die Frau in ein Krankenhaus nach London ausflogen. Laut Angaben der Air Rescue war es bereits das dritte Mal, dass ein Learjet der LAR für einen medizinischen Notfall nach Ascension ausrückte.

Die Flugstrecke für den Rettungseinsatz.

Bei der Patientin handelt es sich laut britischen Medienberichten um die Sozialarbeiterin Frankie Gonsalves, die auch Mitglied der Regierung von St. Helena ist. Ihr Ehemann habe den Hai mit Schlägen davongejagt, als das Tier seine Frau am Fuß attackierte. Die beiden Kinder des Paars spielten gerade im seichten Gewässer vor dem Strand und mussten die schrecklichen Momente aus wenigen Metern Entfernung mitansehen. Der mutige Einsatz des Ehemanns – und der Transport durch die LAR – haben der Frau wahrscheinlich das Leben gerettet. Die Ärzte in London konnten das Bein der Frau dank einer Notoperation retten, meldet die BBC.

Die Luxemburger Flugretter werden pro Jahr zu etwa 3000 Einsätzen gerufen, sogar in weit entfernten Gebieten wie Nordamerika, Afrika oder Australien rufen Behörden die LAR um Hilfe. Das Personal der Air Rescue bilden 165 Profis, darunter Piloten, Ärzte, Krankenpfleger, Techniker und Mitarbeiter in der Mitgliederbetreuung. «Luxembourg Air Rescue genießt mittlerweile ein weltweites Renommee», wird LAR-Präsident René Closter in einer Pressemitteilung zitiert. «Wir verfügen mittlerweile über fünf Ambulanzflugzeuge und gehören weltweit zu den modernsten Anbietern.»

(Jörg Tschürtz/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Willy am 28.04.2017 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    @Red:LAR Präsident René Closter

  • De Ren am 29.04.2017 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre das denn auch so schnell gegangen, wenn die Dame nicht Regierungsmitglied gewesen wäre?

Die neusten Leser-Kommentare

  • De Ren am 29.04.2017 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre das denn auch so schnell gegangen, wenn die Dame nicht Regierungsmitglied gewesen wäre?

  • Willy am 28.04.2017 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    @Red:LAR Präsident René Closter