Geld für Grenzgänger-Kinder

20. Juni 2013 14:43; Akt: 20.06.2013 15:40 Print

Luxemburg ändert Stipendien-​​Gesetz

LUXEMBURG - Nach dem Urteil des EU-Gerichts ändert Luxemburg sein Gesetz über Studienbeihilfen. Auch Grenzgänger-Kinder bekommen künftig Geld vom Staat.

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Auch Studenten, die Kinder von Grenzgängern sind, bekommen künftig Geld vom Staat, wie Hochschulministerin Martine Hansen (CSV) am Donnerstag erklärte. (Bild: DPA)

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Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs EuGH ändert Luxemburg seine Gesetzgebung über Studien-Stipendien. Auch Kinder von Grenzgängern sollen künftig ein Anrecht auf die Hilfen des Staates bekommen. Luxemburg will keine Berufung gegen das Urteil einlegen. «Das Gericht hat seine Entscheidung getroffen. Wir respektieren diese und werden das Gesetz entsprechend ändern», erklärte Hochschulministerin Martine Hansen am Donnerstag.

Wie die Regelung genau aussehen wird, ist derzeit noch unklar. In der kommenden Woche soll ein «Konsultationsprozess zum Thema» beginnen und verschiedene Szenarien untersucht werden.

94 Millionen Euro für 16'000 Studenten

Weniger Geld für alle, so könnte die neue Aufteilung aussehen, wie die Ministerin erklärte: «Die Höhe des Stipendiums wird sicherlich sinken, denn die Anzahl der Begünstigten steigt.» Im vergangenen Jahr kosteten die Stipendien den Luxemburger Staat 94 Millionen Euro. 16'000 Studenten profitierten von der Beihilfe von bis zu 13'000 Euro im Jahr (siehe Infokasten).

Ebenfalls möglich wäre folgende Regelung: Der Staat vergibt keine Stipendien mehr, sondern lediglich vergünstigte Darlehen für Studenten. Diese Kredite müssten junge Berufsanfänger dann zurückzahlen, es sei denn sie arbeiten und leben in Luxemburg. In diesem Fall könnte der Staat ihnen die Rückzahlung erlassen. Diese Lösung hatte auch das EU-Gericht in seinem am Donnerstagmorgen verkündeten Urteil vorgeschlagen.

Kläger können auf Entschädigung hoffen

Auf eine rückwirkende Entschädigung hoffen können allerdings nur die 550 Familien, die sich im April 2011 an das Verwaltungsgericht gewandt hatten. Zahlungen aus vergangenen Jahren bekommen sie nur dann, wenn sie vor Gericht siegen sollten. Das Urteil steht noch aus, da die Richter die Entscheidung auf europäischer Ebene abwarten wollten.

(sb/L'essentiel Online mit Pa.T.)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hollande am 20.06.2013 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn man jetzt allerdings die Hilfe halbiert, verlieren alle. Es soll immerhin auch Luxemburger geben die ihr Studentenleben damit finanzieren. Besser wäre es z.B. die Hilfe an Umkosten zu binden (Miete, Strom, Internet) Studenten die an die eigene Uni gehen, sollten eine kleine Pauschal bekommen. Es kann nicht sein, dass man im Hotel Mama lebt und jährlich 6500€ für nichts machen sammelt. Es soll des weiteren ja auch noch Luxemburger die mit der Hilfe leben.

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  • Hollande am 20.06.2013 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn man jetzt allerdings die Hilfe halbiert, verlieren alle. Es soll immerhin auch Luxemburger geben die ihr Studentenleben damit finanzieren. Besser wäre es z.B. die Hilfe an Umkosten zu binden (Miete, Strom, Internet) Studenten die an die eigene Uni gehen, sollten eine kleine Pauschal bekommen. Es kann nicht sein, dass man im Hotel Mama lebt und jährlich 6500€ für nichts machen sammelt. Es soll des weiteren ja auch noch Luxemburger die mit der Hilfe leben.