«Burgernomics»

26. Januar 2015 12:25; Akt: 26.01.2015 16:08 Print

Luxemburg auf Rang acht der «Big-​​Mac-​​Skala»

Der Big-Mac-Index vergleicht die Bewertung von Währungen. Das Resultat: In der Schweiz kostet der Burger am meisten. Luxemburg liegt im Mittelfeld.

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Ein Big Mac ist in Luxemburg vergleichsweise billig: 3,95 Euro müssen Fans der Buletten-Brötchen hierzulande löhnen. In der Schweiz hingegen muss man 6,71 Euro bezahlen. (Bild: DPA)

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3,95 Euro beziehungsweise 4,44 US-Dollar – so viel kostet ein Big Mac in Luxemburg. Damit gehört das Großherzogtum zu den acht teuersten Ländern der Welt, wenn es um den Konsum der Hamburger geht. Auf Platz eins liegt die Schweiz mit 7,54 US-Dollar, danach kommen Norwegen (6,30 US-Dollar) und Dänemark (5,38 US-Dollar). Die Zahlen stammen aus dem aktuellen Big-Mac-Index, den die Zeitschrift The Economist veröffentlicht.

Ebenfalls teuer ist der Burger in Brasilien (5,21 Dollar) oder den USA (4,79 Dollar). In Russland hingegen kostet der Big Mac am wenigsten: 1,636 Dollar. Das eigentliche Ziel des Indexes ist es aber, die sogenannten Kaufkraftparitätenkurse und die Über- oder Unterbewertung verschiedener Währungen zu vergleichen.

Doch wieso genau ein Big Mac? Der Vorteil am Burger der McDonald's-Kette ist, dass er weltweit standardisiert produziert wird. Er sollte also, zumindest in der Theorie, überall gleich schmecken und die gleichen Zutaten haben. Da der Big Mac also immer gleich ist, sollten sich Preisunterschiede nur noch durch eine Über- oder Unterbewertung der entsprechenden Währung erklären lassen können. Und der Index zeigt: Der Euro verliert gegenüber anderen Währungen immer mehr an Wert. Am Montagmorgen lag der Kurs des Euro kurzzeitig schon unter 1,11 Dollar. Der Franken wiederum ist seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses zur teuersten Währung der Welt aufgestiegen.

Auch mit Starbucks möglich

Wie die Neue Zürcher Zeitung erklärt, könnte man dieselbe Rechnung auch mit Starbucks-Kaffees durchführen. Ein mittelgroßer Cappuccino des Kaffeehauses kostet in Zürich 6,90 Franken (6,97 Euro), in Wien nur 4,20 Euro. In Luxemburg gibt es aufgrund fehlender Filialen keinen Vergleichswert, in Saarbrücken ist der Cappuccino Grande aber schon um 3,60 Euro zu haben. Wie die Zeitung weiter erklärt, fließen in reichen Ländern höhere Lohnkosten in die Preise ein. Die Überbewertung ist also teilweise auch ökonomisch durch das höhere Lohnniveau gerechtfertigt. Für exportorientierte Firmen kann dies allerdings zum Problem werden. Sie können allenfalls mit einer höheren Produktivität den Wettbewerbsnachteilen durch den teuren Franken entkommen.

Entwickelt wurde der Big-Mac-Index 1986 von der Economist-Redakteurin Pam Woodall, die noch heute als Journalistin für asiatische Wirtschaft beim britischen Magazin tätig ist. Grundsätzlich wird für den Index in Dollar umgerechnet. Online bietet der Economist aber auch Vergleiche in Pfund, Euro, Yen oder Yuan an.

So viel kostet ein Big Mac in Dollar (Jan. 2015)
Quelle: The Economist

Link: The Economist

(jt/kwo/L'essentiel)

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