Brasilianische Mutation

20. April 2021 06:56; Akt: 20.04.2021 07:06 Print

Luxemburg behält Variante P1 im Auge

LUXEMBURG – Sechs Fälle der brasilianischen Corona-Mutation sind wieder sequenziert worden. Auf die Maßnahmen wirkt sich das nicht aus, dennoch ist Wachsamkeit gefragt.

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Wie viel ansteckender die brasilianische Variante genau ist, ist laut LNS noch nicht klar. (Bild: AFP/Thomas Samson)

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Die pandemische Situation in Brasilien beunruhigt die Behörden vieler Länder, nicht zuletzt wegen der von dort stammenden Corona-Variante P1. «Sie erweist sich als viel ansteckender als der ursprüngliche Stamm», erklärt ein Mikrobiologe des Nationalen Gesundheitslabors (LNS) auf L'essentiel-Nachfrage. Das genaue Ausmaß sei allerdings noch zu bewerten.

Die ersten Analysen beruhten auf Teilergebnissen. «Diese deuten darauf hin, dass der Stamm ein wenig gefährlicher ist und die Impfstoffe etwas weniger wirksam sind», gibt der Forscher zu bedenken. Die Daten müssten aber erst noch bestätigt werden. Die Variante P1 ist bei Sequenzierungen in der vergangenen Woche in Luxemburg sechsmal entdeckt worden. In den vier Wochen davor war sie gar nicht aufgetaucht. Zuvor hatte es drei bekannte Fälle gegeben. «Wir beobachten die Situation genau», resümiert der LNS-Wissenschaftler.

Im Großherzogtum ist vor allem die britische Variante im Umlauf, die mittlerweile drei Viertel der positiven Tests ausmacht. Während einige Länder drastischere Maßnahmen ergriffen haben, bleibt Luxemburg auf Kurs der EU-Regeln. «Staatsangehörige von Drittstaaten (Anm. d. Red.: außerhalb der EU) dürfen bis einschließlich 30. Juni nicht einreisen, ausgenommen die Kategorien der befreiten Personen», so das Außenministerium. Außerdem gelte weiterhin der verpflichtende Nachweis eines negativen Corona-Tests, um per Flugzeug ins Großherzogtum einreisen zu können. Zwischen Luxemburg und Brasilien gibt es keine direkte Flugverbindung, über Transitländer wie die Schweiz ist die Strecke aber möglich.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • packtiech am 20.04.2021 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    ansteckender heisst nicht gefährlicher! Man muss auch bedenken, dass unser Immunsystem sich ,im Gegensatz zu Brasilien,schon seit zig Jahren an das Coronavirus angepasst hat (das Immunsystem vieler alter und vorerkrankter Menschen ist halt geschwächt!). Wieso vergleicht man andauernd Sachen, die man eigentlich nicht vergleichen kann???

  • Arm am 20.04.2021 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da kennen mer jo nach 190 nei Wariatione vum Corvid kreen well hun jo 195 Länner op der Welt

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  • verita am 20.04.2021 17:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    T M 5 kommt gleich ins Fernsehn

Die neusten Leser-Kommentare

  • @ArmHannes am 03.08.2021 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dei gin sech net mat denen Dommheiten Dat as jo wei eng Religion Gebetsmuehlen Arteg emmer erem Panik verbreden

  • Arm am 20.04.2021 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da kennen mer jo nach 190 nei Wariatione vum Corvid kreen well hun jo 195 Länner op der Welt

    • zur Info am 21.04.2021 14:06 Report Diesen Beitrag melden

      Et gin iwer 4000 Corona-Mutatiounen.

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  • verita am 20.04.2021 17:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    T M 5 kommt gleich ins Fernsehn

  • M. K am 20.04.2021 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verstin net, dass bemol nei Varianten kommen. Huet een dei an der Tesch???

  • packtiech am 20.04.2021 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    ansteckender heisst nicht gefährlicher! Man muss auch bedenken, dass unser Immunsystem sich ,im Gegensatz zu Brasilien,schon seit zig Jahren an das Coronavirus angepasst hat (das Immunsystem vieler alter und vorerkrankter Menschen ist halt geschwächt!). Wieso vergleicht man andauernd Sachen, die man eigentlich nicht vergleichen kann???