Corona-Pandemie

27. Oktober 2020 13:18; Akt: 27.10.2020 19:20 Print

Luxemburg bereitet die 60-​​Stunden-​​Woche vor

LUXEMBURG – Damit trotz Corona in bestimmten Sektoren ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden kann, soll eine Sonderregelung längere Arbeitszeiten ermöglichen.

storybild

Ein Gesetzentwurf sieht vor, die Arbeitszeit für Beschäftigte in wichtigen Bereichen wie dem Gesundheitswesen erhöhen zu können. (Bild: Editpress/Archives / Julien Garroy)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Aufgrund der Corona-Pandemie und stetig steigender Fallzahlen im Großherzogtum werden derzeit Sonderregelungen vorbereitet. Ein Gesetzentwurf, der dem Arbeitsausschuss am Montag vorgelegt wurde, sieht demnach vor, die Arbeitszeit «für Beschäftigte in wesentlichen Diensten, etwa im Gesundheitswesen, in der Pflege, in Krankenhäusern, Altenheimen oder Laboren» erhöhen zu können, sagt Georges Engel (LSAP), Vorsitzender des Arbeitsausschusses.

Die Maßnahme, die bereits auf dem Höhepunkt der Gesundheitskrise in Kraft war, soll «das reibungslose Funktionieren der Dienste gewährleisten, wenn viele Mitarbeiter positiv getestet oder in Quarantäne gesetzt wurden, was zu einem Mangel an Arbeitskräften führt». Damit Arbeitnehmer dann bis zu zwölf Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich arbeiten dürfen, «bedarf noch einer Genehmigung des Arbeitsministeriums», sagt Engel zu dem Gesetzentwurf, über den «in dieser Woche, gleichzeitig mit der Ausgangssperre» abgestimmt werden könnte.

« Wir sind uns bewusst, dass wir den Menschen viel abverlangen »

Die Regeln für Überstunden und Urlaubsansprüche blieben in Kraft, sagte er. Das Gesetz wird zeitlich befristet sein und bis zum 31. Dezember dieses Jahres gelten. Einige Mitglieder des Ausschusses warfen auch die Gefahr eines Burn-out für die betroffenen Mitarbeiter auf. «Wir sind uns bewusst, dass wir den Menschen, die bereits seit Beginn der Gesundheitskrise unter enormem Druck stehen, immer noch viel abverlangen», räumt Georges Engel ein.

Auf die Anfrage von L'essentiel, ob Mitarbeiter gezwungen sein werden, mehr als die üblichen 40 Stunden pro Woche zu arbeiten, wenn sie sich nicht freiwillig melden, wies das Arbeitsministerium darauf hin, dass es «noch zu früh sei, um diese Frage zu beantworten», da der Text «noch weiterentwickelt werden kann, sobald der Staatsrat seine Stellungnahme abgegeben hat».

(jg/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ironiemann am 27.10.2020 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    12 Stunden am Tag arbeiten sehr gut.. und als Entschädigung klatschen wir alle um 20h00... aber hey das ist halt der Preis dafür damit die Wirtschaft läuft.

  • jimbo am 27.10.2020 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wei waer et mat Leit astellen an anstänneg bezuelen? Ass jo net vun haut op muar dass do e Manktum un Personal ass, oder? Wann ech do geif schaffen, ech geif streiken!!!

  • @ArmHannes am 27.10.2020 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    also dass sich Arveitgeber so verarschen lassen die Volkstribbunen bekommen mehr als 20000€ und gehen in Quarantäne

Die neusten Leser-Kommentare

  • Yes am 04.11.2020 06:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das funktioniert sowieso nicht , das geht nach hinten los die Pflegekräfte sind jetzt schon ausgelaugt ????. Die Wahrheit ist liebe Leute man muss krank arbeiten gehen , weil man sonst mit Sanktionen rechnen muss , die Pflege ist ein Dark Place arbeiten bis man umfällt , Pflegedienste die von Bankern Ex Hoteldirektoren geführt werden denen der Mitarbeiter sprich der Mensch scheiss egal ist da zählt nur der Umsatz . Oder warum denken sich viele nichts dabei das Altenpfleger, Krankenschwestern so oft in den Burn Out kommen . Diese Berufe sind einfach nicht wert geschätzt , Mensch wir pflegen eure Eltern also kein Grund die Strassenseite zu wechseln wenn man uns auf der Straße begegnet ( kein Witz ) !

  • Frontline = Deathline am 28.10.2020 05:34 Report Diesen Beitrag melden

    u die Reichen werden immer reicher gemacht durch Steuersubventionierung u machen die armen arbeitenden überarbeiteten Steuerzahler ärmer u kränker ... Corona machts möglich u kein Ausgleich in weiter Sicht! ... u das Food von der Agrarlobby wird auch weiterhin immer ungeniessbarer manipuliert, so dass unser Immunsystem auch weiterhin massivst geschwächt wird ...

  • @ArmHannes am 27.10.2020 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    also dass sich Arveitgeber so verarschen lassen die Volkstribbunen bekommen mehr als 20000€ und gehen in Quarantäne

  • jimbo am 27.10.2020 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wei waer et mat Leit astellen an anstänneg bezuelen? Ass jo net vun haut op muar dass do e Manktum un Personal ass, oder? Wann ech do geif schaffen, ech geif streiken!!!

  • Ironiemann am 27.10.2020 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    12 Stunden am Tag arbeiten sehr gut.. und als Entschädigung klatschen wir alle um 20h00... aber hey das ist halt der Preis dafür damit die Wirtschaft läuft.