Belgien

15. Juli 2020 12:08; Akt: 15.07.2020 13:54 Print

Luxemburg ficht belgische Einstufung an

LUXEMBURG/BELGIEN – Nachdem Luxemburg von Belgien als «Gefahrenzone orange» eingestuft wurde, richtete Minister Jean Asselborn einen Brief an seine belgischen Amtskollegen.

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Belgien schickt Personen, die aus dem Großherzogtum zurückkehren, in Quarantäne. (Bild: Editpress)

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Der Anstieg der Coronavirus-Fälle im Großherzogtum der vergangenen zwei Wochen hat Belgien beunruhigt. Am Sonntag wurde Luxemburg als «Gefahrenzone orange» eingeordnet. Sollte die Grenze zwischen den beiden Ländern nicht geschlossen werden, stellt dies angesichts der engen Beziehungen zwischen den beiden Ländern ein großes Problem dar.

Nun wandt sich Außenminister Jean Asselborn mit einem Brief an seinen belgischen Amtskollegen, um den Anstieg der positiven Fälle zu erklären, sagte das Ministerium gegenüber L'essentiel. In diesem Brief schreibt der Minister, dass der Anstieg Infektionszahlen «im Zusammenhang mit unseren Bemühungen um die bestmögliche Überwachung zu sehen ist». «Der Kontext ist von größter Bedeutung», betonte Gesundheitsministerin Paulette Lenert am Dienstag.

Hohe Anzahl an Grenzgängern

Das Ministerium weist zudem auf die hohe Anzahl an infizierten Grenzgängern hin, die 20 Prozent der Kranken in Luxemburg ausmachen und in der Statistik des Großherzogtums gezählt werden. Die Regierung bat daher das Centre européen de prévention et de contrôle des maladies (ECDC), diese in den nationalen Zahlen nicht mehr zu berücksichtigen.

Luxemburg ist in der Tat das EU-Land, das die meisten Tests durchführt. Mit 9582,6 Tests pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, so die neuesten vom ECDC veröffentlichten Zahlen. Der Anstieg der Infektionen macht für das Ministerium daher Sinn. «Je mehr Tests durchgeführt werden, desto mehr Fälle (einschließlich eines Höchstmaßes an asymptomatischen Fällen) können erkannt und Infektionsketten durchbrochen werden.»

«Es geht nicht darum, Luxemburg zu bestrafen»

Obschon Belgier weiterhin nach Luxemburg - und auch umgekehrt - reisen können, müssen Personen, die aus dem Großherzogtum zurückkehren, weiterhin eine Quarantänezeit einhalten. Darüber hinaus hat das Land seine Staatsangehörigen zu «erhöhter Wachsamkeit» aufgerufen.

«Es geht nicht darum, Luxemburg wegen zu korrekter Zahlen zu bestrafen», antwortete das belgische Außenministerium seinerseits. Außerdem versicherte es, dass die Informationen an die belgischen epidemiologischen Experten weitergeleitet wurden, um die Situation analysieren zu können.

(Marine Meunier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sherif am 15.07.2020 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sogar Länder ohne 'richtig gewählte' Regierung (Belgien) verfügen mittlerweile ohne Absprache über das kleine Luxemburg. So geht es einem nun mal, wenn man als kleines Mitglied Streber sein will ...

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  • Marc am 15.07.2020 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Befir esou en Blödsin verordnet get, get do net mateneen geschwart? wou ass Europa?

  • Maxim am 15.07.2020 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sou as ons Regierung. Schold den freiwellegen Tester gin daten Wärter an lut an soumaden verfälscht gin, mae weivill maan dei aus? An dann dono soen Wärter sin alarmeiernd. Wat dann lo? Emmer dat hin an hier fun ufank aus uns, mae ma wessen nie wat dann lo wouer as.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jängi am 15.07.2020 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tjo Europa wuaren mer nach nie an dat wärt et och nie ginn dat gesait een well lo kaacht jideren an sengem Deppen an wann et mol kriech gett dann geht et selwecht an mer domm letzebuerger kreien den fous bei kicht .

  • Maxim am 15.07.2020 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sou as ons Regierung. Schold den freiwellegen Tester gin daten Wärter an lut an soumaden verfälscht gin, mae weivill maan dei aus? An dann dono soen Wärter sin alarmeiernd. Wat dann lo? Emmer dat hin an hier fun ufank aus uns, mae ma wessen nie wat dann lo wouer as.

  • Léon am 15.07.2020 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Jean personne ne d’écoute

  • Cram am 15.07.2020 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grousse quatsch , waat kennen eis Politiker dann lo dofir , an zum deel as et jo och der oppositioun ze verdanken dass mer d Regelen sou wait gelockert hun dat jiddereen Fester feiert an kee sech mei un abstand an masken droen hällt!!! As emmer einfach Leit schold zegin dei sou gudd an deser Krise reageiert hun , do wou mer lo sin as just de feeler vun Eisen Leiwen Matbierger dei na emmer net verstaan hun em waat et geet !!!!!

  • Sherif am 15.07.2020 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sogar Länder ohne 'richtig gewählte' Regierung (Belgien) verfügen mittlerweile ohne Absprache über das kleine Luxemburg. So geht es einem nun mal, wenn man als kleines Mitglied Streber sein will ...

    • Carine Weber am 15.07.2020 17:20 Report Diesen Beitrag melden

      Wer sagte:"Würden wir nicht testen, gäbe es auch keine Positiven Tests, Richtig ?"

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