Coronavirus in Luxemburg

17. Juni 2020 11:54; Akt: 17.06.2020 16:00 Print

Keine Autopsien an Corona-​​Toten in Luxemburg

LUXEMBURG – Die Todesopfer der Corona-Krise werden im Großherzogtum nicht autopsiert, wie Gesundheitsministerin Paulette Lenert nun bestätigt hat.

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Corona-Tote werden in Luxemburg nicht genauer auf die Todesursache untersucht.

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Autopsien von Patienten, die an Covid-19 gestorben sind, liefern weitere Informationen über das Virus. Aber werden sie in Luxemburg überhaupt systematisch durchgeführt? Die parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Marc Hansen (déi gréng) wurde von Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) verneint. «Im Allgemeinen kann eine Autopsie von den Gerichten im Rahmen einer polizeilichen Untersuchung angeordnet oder von dem Arzt verlangt werden, der dabei die Meinung der Familie berücksichtigt und so weit wie möglich alle Vereinbarungen beachtet, die zu Lebzeiten der verstorbenen Person getroffen wurden», so Lenert.

Auf der Grundlage von Autopsien, die von zwei Ärzten (einer in Hamburg, Deutschland, der andere in Bern, Schweiz) durchgeführt wurden, fragt sich Hansen auch, ob die Verstorbenen vor der Ansteckung mit Covid irgendwelche Vorerkrankungen hatten und ob die meisten Todesfälle auf Lungenembolien oder Thrombosen zurückzuführen waren. «Der Hamburger Arzt, der fast 200 Autopsien durchgeführt hat, sagt, dass die Mehrheit der Todesfälle entweder mit einer Lungenembolie oder einer Thrombose zusammenhängen», heißt es in Hansens Anfrage.

Angesichts der Tatsache, dass Autopsien nicht systematisch durchgeführt werden, antwortete Paulette Lenert, dass es in Luxemburg nicht genügend Daten gäbe, um Schlussfolgerungen zu den Todesursachen zu ziehen. Zur Erinnerung: Bis heute sind 110 mit dem Coronavirus infizierte Menschen im Großherzogtum gestorben.

(ol/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 17.06.2020 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz genau, hei steet et. 110 Personen MIT dem Virus gestorben, nicht AN dem Virus. An dofir dee ganzen Tralala?!?!

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  • Paul Pollo am 17.06.2020 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Somit ist die Corona-Todesstatistik für Luxemburg und wohl für alle anderen Länder total obsolet. Obduktieren bedeutet von den Toten zu lernen - für die Lebenden. Beim SARS-CoV2 geht es wohl eher um Panikmache usw., denn die reale Lethalität wird dann wahrscheinlich doch nur im Bereich einer Grippe liegen. Gut gemacht!!!

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  • Marco am 17.06.2020 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht genügend Daten, oder nicht "genügend" Tote die mit Covid-19 assoziiert werden?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 18.06.2020 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht jedes Land muss sämtliche Studien durchführen, wie eine Lunge nach Corona aussieht kann man mittlerweile googlen

  • Paul Pollo am 17.06.2020 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Somit ist die Corona-Todesstatistik für Luxemburg und wohl für alle anderen Länder total obsolet. Obduktieren bedeutet von den Toten zu lernen - für die Lebenden. Beim SARS-CoV2 geht es wohl eher um Panikmache usw., denn die reale Lethalität wird dann wahrscheinlich doch nur im Bereich einer Grippe liegen. Gut gemacht!!!

    • Arnie am 17.06.2020 18:23 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt (y)

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  • WhaleWhisperer am 17.06.2020 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Man muss immer abwägen zwischen Notwendigkeit und Nutzen von "covid19 Autopsien" auf der einen Seite, und dem Risiko einer Infektion für den Pathologen insbesondere wenn er das Lungengewebe eines covid19 Toten physisch untersucht. Wenn die Gesundheit des Pathologen durch die Autopsie gefährdet wird, soll man besser auf systmatische covid19 Autopsien verzichten. Eine sehr begrenzte Anzahl von Lungengewebeuntersuchungen an Toten ist dennoch sinnvoll zur Erforschung der Krankheit zwecks Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten.

  • majo-secher am 17.06.2020 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Majo dann, wei blöd ass deen Kommentar dann?

    • majo dann am 17.06.2020 15:07 Report Diesen Beitrag melden

      majo dat ass d'wourigt,beweis mir de gegendeel!!

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  • Karel am 17.06.2020 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei wou domm iwwer Staatsbeamten schwätzen,waren och flait ze lidderech fir hiren Arsch( gët iwwriens mat r geschriwwen)ze bewegen an selwer en Staatsbeamtenexamen ze man,an eng deck Pai ze kreien...

    • @Karel am 18.06.2020 09:33 Report Diesen Beitrag melden

      Zwar net. LOD: Aasch männlecht Substantiv (Pluriel Eesch) 1. graff DE Arsch [Gesäß] FR cul [postérieur] Beispiller setz dech op däin Aasch an da mucks de dech net méi! ech stoung do ewéi en Aasch [ech si mer ganz lächerlech virkomm] du hues den Aasch op! vulgär [du bass verréckt!] leck mech am Aasch! vulgär; leck mer am Aasch! vulgär [klibber mech!] déi zwee sinn e Kapp an en Aasch [déi zwee sinn onzertrennlech] eise Staubsauger ass am Aasch [eise Staubsauger ass futti] mir hunn eis den Aasch opgerappt vulgär [mir hunn eis ganz vill ugestrengt] (...)

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