Klimawandel

24. Juni 2021 14:54; Akt: 24.06.2021 15:30 Print

Luxemburg geht mit Drohnen gegen Hochwasser vor

LUXEMBURG – Das Großherzogtum will Überschwemmungen künftig besser vorhersehen können. Die Naturkatastrophen sind auch auf die globale Erwärmung zurückzuführen.

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Cruchten und Ermsdorf im Jahr 2016, das Müllerthal im Jahr 2018 oder Differdingen vor einigen Tagen. Besonders im Frühjahr wurde Luxemburg zuletzt immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht, die zum Teil für hohe Schäden gesorgt haben. «Auch wenn es diese Episoden schon immer gegeben hat, wirft ihre Wucht neuerdings Fragen auf» erklärten die Spezialisten auf der Pressekonferenz zum Risikomanagement im Umweltministerium am Donnerstag. Es handele sich unbestreitbar um eine Folge des Klimawandels.

«Einige Dörfer wurden innerhalb von 15 Minuten überflutet, während sich die Niederschlagsmenge in der Summe über das Jahr hinweg nicht verändert hat. Diese Extremereignisse sind die Folge der globalen Erwärmung», sagt Claude Meisch von der Abteilung Hydrologie der Wasserwirtschaftsverwaltung (AGE). Der Experte erklärt, dass die steigenden Temperaturen zu diesen intensiven Regenfällen führen. Eine Tatsache, die sich angesichts der Geografie Luxemburgs schnell in eine Katastrophe verwandeln könne. Die Gefahr, dass die Flüsse Alzette, Sauer und Mosel über die Ufer treten, bestehe immer.

Luxemburg will künftig gefährdete Orte rascher identifizieren und setzt auf Prävention: Der Einsatz von Technologie sei dafür grundlegend. So gehören Drohnen zu den wesentlichen Neuerungen, um Überschwemmungen besser vorhersagen zu können. Außerdem wurde eine öffentliche Konsultation zu diesem Thema gestartet, so Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng).

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peterheil am 24.06.2021 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    eng Drohn kan jo guer nit bei deckem Reen fléien. Et wär méi vernünftig,dir gifft die Baachen mol bei guddem Wieder botzen,die ofgebrachen Beem an Äest eraushuelen asw. mee do krit een de Reck wéi an Féis naas.

  • jean-paul am 24.06.2021 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nachdem drohnen bei schlechtem wetter nicht fliegen können, drängt sich die frage auf, ob hier mehr als 5 minuten geplant wurde.

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  • realdusninja am 24.06.2021 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    Ich behaupte mal, das ist eher verschlafene Politik. Der Klimawandel ist seit 1979 bekannt, die ersten grossen Strakregenereignisse gab es in D zb in den 90er Jahren, falls sich noch einer an Schröder in Gummistiefeln erinnert. Wenn Luxemburg jetzt erst anfängt wach zuwerden, ist das wie mit den Kläranlagen, wo Luxemburg seit 2008 Strafen an die EU zahlt. Die letzte in Maacher wird wohl in den nächsten Jahren fertig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • realdusninja am 24.06.2021 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    Ich behaupte mal, das ist eher verschlafene Politik. Der Klimawandel ist seit 1979 bekannt, die ersten grossen Strakregenereignisse gab es in D zb in den 90er Jahren, falls sich noch einer an Schröder in Gummistiefeln erinnert. Wenn Luxemburg jetzt erst anfängt wach zuwerden, ist das wie mit den Kläranlagen, wo Luxemburg seit 2008 Strafen an die EU zahlt. Die letzte in Maacher wird wohl in den nächsten Jahren fertig.

  • Peterheil am 24.06.2021 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    eng Drohn kan jo guer nit bei deckem Reen fléien. Et wär méi vernünftig,dir gifft die Baachen mol bei guddem Wieder botzen,die ofgebrachen Beem an Äest eraushuelen asw. mee do krit een de Reck wéi an Féis naas.

  • jean-paul am 24.06.2021 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nachdem drohnen bei schlechtem wetter nicht fliegen können, drängt sich die frage auf, ob hier mehr als 5 minuten geplant wurde.

    • Marie am 24.06.2021 19:27 Report Diesen Beitrag melden

      Das stimmt m.E. nicht ganz. Es gibt Modelle von DJI z.B. die Argast T20, die auch bei Regen gut fliegen.

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