Historisches Schiff

04. August 2021 11:01; Akt: 04.08.2021 12:05 Print

Luxemburg hat das Schiff MS Marie-​​Astrid gekauft

SCHENGEN – Der Kaufvertrag für das Schiff, auf dem das Schengener Abkommen unterzeichnet wurde, ist am Dienstag in Regensburg abgeschlossen worden.

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Die MS Princesse Marie-Astrid ist wieder ein luxemburgisches Schiff. Der Kaufvertrag wurde am Dienstag im bayrischen Regensburg unterzeichnet, teilte die Generaldirektion für Tourismus mit. Eine luxemburgische Delegation unter Leitung des Tourismusministers Lex Delles (DP) und des Schengener Bürgermeisters Michel Gloden (CSV) reiste nach Deutschland, um das Dokument zu unterzeichnen. Der Kaufpreis beträgt 630.000 Euro, sagte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage von L'essentiel.

Die MS Princesse Marie-Astrid, die aktuell MS Regensburg heißt, befördert seit einigen Jahren Touristen zu Ausflügen auf der Donau. Das Schiff hat jedoch einen historischen Wert für das Großherzogtum: An Bord wurde am 14. Juni 1985 auf der Mosel das Schengener Abkommen unterzeichnet. Daher beschloss die Regierung im Mai letzten Jahres, es zurückzuholen und ihm neues Leben einzuhauchen.

«Besonders stolz»

Nach der Rückgabe des Schiffes sollen als nächstes Ideen für die neue Nutzung des Schiffes gesammelt werden. Deshalb wurde ein Aufruf gestartet, bei der Projekte für die Umgestaltung, die Schaffung eines Museums und den Bau eines neuen Anlegers in Schengen gesucht werden. Auf dem Schiff soll ein Ausstellungs- und Aufführungsraum eingerichtet werden, der für viele Formen von Kunst und Aktivitäten geeignet sein solle. Das Projekt soll insgesamt 5,81 Millionen Euro kosten und bis 2025 abgeschlossen sein. Die Marie-Astrid wird dann nach einigen Arbeiten nach Luxemburg zurückkehren.

Für den Bürgermeister von Schengen, Michel Gloden, ist diese Rückkehr «eine große Chance für die Gemeinde. Wir sind besonders stolz darauf, dass das Schiff, auf dem das Schengener Abkommen unterzeichnet wurde und das für die europäischen Werte wirbt, nach Schengen zurückkehrt, dem Symbol der Wiege des Europas ohne Grenzen.» Minister Lex Delles sieht darin «eine hervorragende Gelegenheit für den Erinnerungstourismus», den die Regierung fördern möchte.

(JW/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jang den Nettblannen am 04.08.2021 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Déi wessen nett vun Dommhett wéi se sollen eist Geld zur Fenster rausgeheien

  • Manni am 04.08.2021 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wat gett hei awer Geld verpolvert.

  • JP jr am 04.08.2021 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeder hat ja gesehen was das Abkommen wert ist/war in der CoronaPandemie. Jeder für sich. Dann braucht man auch kein Schiff wo man das Ding unterschrieben hat.

Die neusten Leser-Kommentare

  • nordsprotte am 05.08.2021 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Schiff sollte Europäische Begegnungsstätte für junge Menschen werden. Den Europa ist eine wertvolle Idee. Die meisten Kommentare hier sind grausig. Wollt ihr denn wieder starre Grenzen? Ich setze auf die Jugend für UNSERE Zukunft

  • nordsprotte am 05.08.2021 16:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Schiff könnte als Europäische Jugend Begegnungsstätte eingerichtet werden. Damit sich der positive

  • Pommel am 05.08.2021 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich schöne Idee - offensichtlich (nicht nur an den Kommentaren hier ersichtlich) braucht es immer wieder eine Erinnerung daran, was damals Großartiges beschlossen wurde - auch wenn negative menschliche Eigenarten und fehlende Einsichten es immer schwer machen, ein gut gedachtes Ziel zu erreichen

  • Léon am 04.08.2021 19:22 Report Diesen Beitrag melden

    Encore un gouffre financier de plus

  • Aender am 04.08.2021 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    Den Schengener Vertrag ass x nett den Pabeier wert wou hien dropp steet. Dann gesinn an soieren mär jo vum März 2020 un. Opp 2570 km2 agespart vun eisen Nohperen.