Dubai 2020

19. Dezember 2016 13:21; Akt: 19.12.2016 13:51 Print

Luxemburg hat große Pläne für die Weltausstellung

LUXEMBURG – 2020 steht die nächste Weltausstellung in Dubai an. Dieses Mal will Luxemburg wieder dabei sein – und die Organisatoren greifen nach den Sternen.

storybild

Luxemburg bereitet sich mit großem Aufwand für die Expo 2020 vor. (Bild: Editpress/Isabella Finzi)

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Das Thema passt perfekt zu uns», mit dieser Aussage startet Wirtschaftsminister Étienne Schneider begeistert in die Pressekonferenz zur Weltausstellung 2020 in Dubai. Nachdem Luxemburg die Teilnahme in Mailand abgelehnt hatte – «weil es nicht zu uns gepasst hat» – sehen die Organisatoren der Regierung der Expo 2020 viel freudiger entgegen. Das Motto lautet «Connecting Minds, Creating the Future», ein Thema bei dem Luxemburg mitreden will. Schneider verwies dabei auf die Rifkin-Studie und die führende Position des Großherzogtum bei Themen wie «Big Data» und «Space Resources».

Als Partner mit ins Boot geholt hat sich die Regierung deswegen die Handelskammer und die beiden Großunternehmen SES und Post. Mit ihnen zusammen soll ein einheitliches und zielgerichtetes Konzept für die Expo 2020 ausgearbeitet werden. Dabei will das Land sich als «resourceful Luxembourg» (ideenreiches Luxemburg) präsentieren. Die Post betritt mit ihrer Teilnahme am Projekt Expo Neuland, im Gegensatz zu SES und der Chambre de Commerce. Claude Strasser, Generaldirektor der Post, erklärt: «Es ist eine logische Entscheidung, Luxemburg in Dubai vertreten zu wollen, weil wir beim Thema ‹Big Data› den Weg in die Zukunft mitbestimmen möchten.»

«Inhalt und Verpackung sollen zusammen passen»

Im Gegensatz zur Weltausstellung in Shanghai soll dieses Mal Inhalt und Verpackung bei Luxemburgs Pavillon zusammenpassen, erklärt die zuständige Expo-Generalkommissarin und frühere Ministerin Maggy Nagel. Ein gemeinsames Konzept sei wichtig, um ein «Kunterbunt» wie in Shanghai zu vermeiden.

Luxemburg stehen von der 250 Hektar großen Ausstellungsfläche 3.500 m² zur Verfügung, das entspricht einem halbem Fußballfeld. Der Pavillon soll sowohl im Bau, Energie, Material und Abfallproduktion eine Vorreiterrolle übernehmen. Integriert werden soll ein Restaurant mit luxemburgischer Küche, ein Bereich für die Dauerausstellung und ein Bereich für kulturelle Events. Die Ausschreibung für Architekten, die den Pavillon zusammen mit einem Szenographen entwickeln müssen, wird in Kürze veröffentlicht. Aus fünf Finalvorschlägen soll im kommenden Jahr der beste ausgesucht und in der zweiten Hälfte 2018 der Bau begonnen werden.

25 Millionen Euro Budget

Insgesamt sind 25 Millionen Euro als Budget für die Teilnahme Luxemburgs an der Weltausstellung geplant. Das sind knapp 10 Millionen mehr als 2010 in Shanghai. Etwa die Hälfte davon würden durch die fast 6 Millionen, die vom Shanghai-Budget übrig blieben, sowie dem Privatsektor getragen werden. Alle drei Partner würden 2,5 Millionen Euro beisteuern. Mit 30 Prozent ist das eine höhere Beteiligung als bei vergangenen Weltausstellungen.

Auch erwarte man, dass mehr internationale Besucher die Ausstellung besuchen werden (25 Millionen). «Dubai 2020 ist für Luxemburg eine große Chance», betont Schneider. Die «Gëlle Fra» soll dieses Mal allerdings zuhause bleiben.

(Jessica Oé / L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Säit 11 am 19.12.2016 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Lëtzebuerg huet genuch ze weisen, notamment am ICT Sekteur. Elo muss daat alles awer nach gutt agepaakt ginn. Iwwert den Daum kascht d'Expo eis 1€ pro Visiteur, daat ass ze vertrieden...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Säit 11 am 19.12.2016 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Lëtzebuerg huet genuch ze weisen, notamment am ICT Sekteur. Elo muss daat alles awer nach gutt agepaakt ginn. Iwwert den Daum kascht d'Expo eis 1€ pro Visiteur, daat ass ze vertrieden...

    • remo raffaelli am 19.12.2016 17:30 Report Diesen Beitrag melden

      An watt sollen mier kleng Mikroben vun Konscht weisen, houet Letzebouerg iwerhaapt eng Ahnung watt Konscht ass ?? «Connecting Minds, Creating the Future» wenn ich das schon lese ,Armes Luxemburg !

    • Scheich am 19.12.2016 22:39 Report Diesen Beitrag melden

      Naischt vun 'deep space mining' op der Weltausstellung? - Mol ken klenge Bagger? Dat ass dach Zukunft vu Letzebuerg, wann en dem Minister nolauschtert.

    • Säit 11 am 20.12.2016 09:24 Report Diesen Beitrag melden

      Remo, bei der Weltaustellung geet et net ëm Konscht, ma ëm nei Technologien. Wéi schon 1889, wou op der Weltausstellung zu Paräis gewisse ginn ass, waat een mat Stohl alles bauen kann.

    einklappen einklappen