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29. November 2021 13:20; Akt: 29.11.2021 13:21 Print

Luxemburg hat Land für 325.000 weitere Einwohner

LUXEMBURG – Das Großherzogtum verfügt drei neuen Studien zufolge über genug Landreserven, um den Bau von 142.000 Wohnungen zu ermöglichen.

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Luxemburg verfügt derzeit über 5018 Hektar Landreserven, 3750 Hektar könnten für den Wohnungsbau genutzt werden.

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Luxemburg verfügt derzeit über 5018 Hektar Landreserven. Dies geht aus einem Bericht hervor, der am Montag vom Ministerium für Wohnungsbau und vom Ministerium für Raumordnung vorgestellt wurde. Bei der Vorstellung von insgesamt drei Studien wurde hervorgehoben, dass davon 3750 Hektar für den Wohnungsbau genutzt werden könnten. «Es wird geschätzt, dass dort 142.000 Wohnungen für mehr als 300.000 zusätzliche Einwohner gebaut werden könnten», erklärt Claude Turmes, Minister für Energie und Raumordnung.

Der Wohnungsbau würde somit 64 Prozent der Landreserven ausmachen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Studien derzeit auf 89 Gemeinden stützen und demnächst um 13 weitere Gemeinden ergänzt werden. Die meisten davon befinden sich um die Hauptstadt und in der südlichen Region. Den Statec-Prognosen zufolge würde die nationale Landreserve damit für die nächsten 26 Jahre ausreichen. «Es ist nicht notwendig, die Bauzonen zu vergrößern, sondern die Fragmentierung der Landschaft einzuschränken», sagt Claude Turmes. Die verfügbaren Landreserven haben seit der letzten Studie von 2016 zugenommen. Darüber hinaus könnten 15 Prozent in Industrie- und Gewerbegebieten und 10 Prozent in gemischten Gebieten genutzt werden.

« Privateigentum darf nicht die Explosion der Wohnungspreise anheizen »

Im Detail besitzen 3447 Personen (0,5 Prozent der Wohnbevölkerung), die Hälfte der verfügbaren Reserven. Wie kann dieses Potenzial schnell mobilisiert werden, um die Wohnungsproblematik anzugehen? Es gibt Instrumente wie den Pakt Logement 2.0 für Gemeinden oder die zukünftige nationale Grundsteuer, aber «es ist auch wichtig, die Mentalität der Gesellschaft zu ändern», meint Henri Kox, Minister für Wohnungsbau. Seiner Meinung nach «darf Privateigentum nicht die Explosion der Wohnungspreise anheizen». Der Preisindex für Bauland ist zwischen 2019 und 2020 um 16,9 Prozent gestiegen. Ein Kostenfaktor, dessen Eindämmung «von größter Bedeutung» ist, wie die beiden Minister am Montag klarstellten.

Konkret könnten 9226 einzelne Parzellen (die sogenannten Baulücken), die überwiegend Privatpersonen gehören, mit einer einfachen Genehmigung bebaubar gemacht werden. «Diese Mobilisierung ist machbar, vorrangig und dringend», so Henri Kox.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • de Krätzert am 29.11.2021 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Se kënnten jo och de Stausee zoutippen ! Mat deem , waat lénks a riéts gerappt kënnt, hätten mir bëlleg Wuër; mir bréichten kéng nei Bauschutt-Deponie an den Dreck aus der Sidor kéinten mer och verschwannen loossen !! Do sin dach bestëmmt en etléch Hektar ze gewannen.Da giffen mer och nach 500.000 verdroën ....

  • JP am 29.11.2021 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es wird geschätzt, könnte, würde... nichts sagen mit vielen worten, das können unsere politiker

  • Vill Froën am 29.11.2021 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Die Gréng schwätzen vun alles zoubauen!!! Sinn d´Iwerschwemmungen vum Juli schons vergiess??? Brauche mir 1 Mio Awunner hei zu Lëtzebuerg?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gring Bauiddien am 30.11.2021 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schon iwwer 20 Joer get geschwaat vun schnell bauen, ass do vir ze bauen, an dei bescht dat nach land do ass vir 300T Awunner! Virwat geschit dan net direct eppes vir dat dei horent baupreisser endlech mol faalen, oder weinstens stabil bleiwen. Autorisatiounen vir ze bauen, prozeduren asw, vill ze vill lang an schweier faelleg, dat mech dir spaerangelweit op vir Spekulanten. (Dat gesin maer jo schon joeren lang). An dan froen ech mech wei an wou dei zousaetzlech Awunner sollen schaffen goen. Mam Auto, Zuch oder Bus. Keng Alternativ nemmen Stau/Verspeidungen an dat moies wei owes!!

  • de Krätzert am 30.11.2021 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Léiwen essentiel ! Firfaat verschwënnt ëmmer bei den Commentairen de score ???

  • Valchen am 30.11.2021 01:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An den m2 pro Kapp, gleich eroof gesaat, op Hong Kong, China Verhältnisser! Top m! ;—))

  • NoName2 am 30.11.2021 00:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witzeg, zu Biekerech waarden gudd Leid säit 2015 op eng Baugenehmigung ....

  • Geméismann am 29.11.2021 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    deen vun der Musel huet mol kee Polizist zevill,an dee vun Dikrich wellt de Stroum aus Dänemark heihin transportéieren.Elo as nach Plaaz fir 300000 Awunner,an mir hun Stroossen aus dem Postkutschenzeitalter,wu mol keng zwee Bussen lanst kommen uni stoen ze bleiwen.Also dat do kan nemmen mat Kanabis fonktionéieren.Die liewen an enger aner Welt.Et gin nach Freiwelicher gesicht fir die nächst Marsmission.