Neue Präventionskampagne

07. April 2017 12:42; Akt: 07.04.2017 17:14 Print

Luxemburg ist beim Alkohol ganz vorne mit dabei

LUXEMBURG – Der Alkoholkonsum ist im Großherzogtum ziemlich hoch. Besonders im Straßenverkehr kann das schlimme Folgen haben. Eine Kampagne soll nun Aufklärungsarbeit leisten.

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Die Kampagne wurde am Freitag in einer Pressekonferenz von Verkehrsminister François Bausch (links), Gesundheitsministerin Lydia Mutsch (Mitte) und Paul Hammelmann, Präsident der Sécurité routière, vorgestellt. (Bild: L'essentiel)

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Entspannung, Belohnung, gute Laune – in unserer Gesellschaft hat Alkohol einen ausgezeichneten Ruf. «Im Gegensatz zu anderen Drogen ist Alkohol bei uns sehr positiv belegt. Er gehört zum guten Ton. Die negativen Eigenschaften werden oft verdrängt», sagt Gesundheitsministerin Lydia Mutsch (LSAP) bei einer Pressekonferenz am Freitag. Mit der Kampagne «Alkohol? Weniger ist besser!» (siehe Infobox) will das Ministerium die Problematik des Suchtmittels mehr in den Fokus rücken.

90 Prozent der Luxemburger trinken laut der Gesundheitsministerin Alkohol, 30.000 haben dadurch Probleme. 4000 bis 5000 sind sogar in einer schweren Abhängigkeit. «Der übertriebene Konsum ist nachweislich die Ursache für über 60 verschiedene Krankheiten», erklärt Mutsch. Weltweit gesehen ist der Alkoholkonsum in der EU am größten, «und Luxemburg ist ganz vorne mit dabei».

Nicht nur Autofahrer bekommen Probleme

Sehr problematisch wird es im Straßenverkehr. Denn dort gefährdet man nicht nur sich, sondern auch andere. «Die zweithäufigste Ursache für tödliche Unfälle im Großherzogtum ist auf Alkohol zurückzuführen (30 Prozent)», sagt François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur. Auf Platz eins liegt das Rasen (45 Prozent). Doch bei den 25- bis 34-Jährigen steht Alkohol in dieser Kategorie auf Rang eins.

In Luxemburg liegt die Grenze derzeit bei 0,5 Promille. Wer allerdings denkt, als Fußgänger oder Fahrradfahrer kann man ohne Konsequenzen trinken, der irrt. «Bei einem Unfall kann man auch eine Teilschuld bekommen. Und wenn man zum dritten Mal wegen Trunkenheit auf dem Nachhauseweg umgefallen ist, kann einem der Führerschein abgenommen werden», sagt Paul Hammelmann, Präsident der Sécurité routière.

(Henning Jochum/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sonneblum am 07.04.2017 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    ich nehme mal an man benutzt wieder mal EU-Statistiken wo der ganze Alkohol der von Grenzgängern oder Tanktoruisten gekauft wird mit drin ist? Oder man benutzt stupide und unnötige ILRES Umfragen wo doch immer wieder dieselben Rentner befragt werden. Aber Hauptsache man kommt als Politiker in die Medien...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sonneblum am 07.04.2017 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    ich nehme mal an man benutzt wieder mal EU-Statistiken wo der ganze Alkohol der von Grenzgängern oder Tanktoruisten gekauft wird mit drin ist? Oder man benutzt stupide und unnötige ILRES Umfragen wo doch immer wieder dieselben Rentner befragt werden. Aber Hauptsache man kommt als Politiker in die Medien...