Bildung in Luxemburg

11. September 2018 12:54; Akt: 11.09.2018 15:07 Print

Luxemburg ist Spitzenreiter beim Thema Bildung

LUXEMBURG – Das Großherzogtum tut ganz schön viel für seine Bildung – und trumpft vor allem mit zwei Aspekten. Das geht es aus einem internationalen Bericht der OECD hervor.

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Luxemburg tut einiges für seine Bildung – das ist nun auch in einem OECD-Bericht aufgefallen. (Bild: DPA/Julian Stratenschulte)

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Bildung, Bildung, Bildung – Kaum etwas bestimmt den Werdegang so sehr, wie dieses Thema. Frei nach dem Motto «Sag mir, wie gebildet du bist, und ich sage dir, was aus dir werden kann». Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) setzt sich in ihrem neusten Bericht «Bildung auf einen Blick 2018» mit eben diesem Thema und seinen vielfältigen Indikatoren auseinander – und zieht für Luxemburg in einigen Bereichen eine positive Bilanz.

Allen voran gibt Luxemburg an zwei Stellen besonders viel Geld aus: bei den Lehrern und den Bildungsausgaben für Schüler. Im Vergleich mit anderen OECD-Ländern sind die Löhne für Lehrer in Luxemburg sogar Spitzenreiter, dicht gefolgt vom Nachbarn Deutschland. Mit den durchschnittlichen Jahresgehältern von umgerechnet 93.679 Euro in der Sekundarstufe II und Sekundarstufe I bis 83.524 Euro in der Grundschule liegt Luxemburg weit über dem OECD-Durchschnitt von 40.264 Euro(Sekundarstufe II), 37.538 Euro (Sekundarstufe I) und 35.550 Euro (Grundschule). Was die Gesamtausgaben pro Schüler anbelangt, fällt das Großherzogtum positiv auf: Am meisten Kosten verursachen darin Schulen und Lehrkräfte, aber auch Psychologen und Sozialarbeiter und Projekte in der Bildungsforschung selbst. Wie das Bildungsministerium mitteilte, gibt das Großherzogtum 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Bildung aus. In Zahlen gesprochen sind das pro Jahr etwa 17.256 Euro pro Grundschüler und circa 17.771 Euro pro Sekundarschüler.

Luxemburg unter dem Durchschnitt – glücklicherweise

Betrachtet man die Zahlen der 25- bis 34-Jährigen ohne Berufsausbildung oder höheren Schulabschluss liegt Luxemburg unter dem OECD-Durchschnitt – glücklicherweise. Die Türkei ist mit 41,63 Prozent aller Männer und sogar 47,47 Prozent aller Frauen in dem Altern Spitzenreiter, gefolgt von Portugal mit 37,69 Prozent bei den Männern und 23,37 Prozent bei den Frauen zwischen 25 und 34 Jahren. Die niedrigsten Prozentzahlen hat mit 1,69 Prozent bei den Männern und 2,23 Prozent bei den Frauen Korea. Luxemburg bewegt sich mit 13,87 Prozent bei den Männern und 11,62 Prozent bei den Frauen unter dem Durchschnitt von 17,12 (Männer) und 13,76 (Frauen). Insgesamt schließen 73 Prozent aller Sekundarschüler die Ausbildung ab, wobei die Quote bei den Mädchen mit 77 Prozent besser liegt als bei den Jungs mit 69 Prozent. Damit liegt Luxemburg jedoch unter dem OECD-Durchschnitt von insgesamt 85 Prozent (88 Prozent Frauen und 82 Prozent bei den Männern).

Aber Luxemburg überzeugt auch mit niedrigen Zahlen: Im Schnitt hat das Großherzogtum die kleinsten Klassen und somit das kleinste Lehrer-Schüler-Verhältnis. So kommen auf einen Lehrer neun Schüler, egal ob Grund- oder Sekundarschule. Grundschulklassen bestehen durchschnittlich aus 15 Schülern (der OECD-Mittelwert liegt bei 21), in der Unterstufe der Sekundarschule sitzen im Schnitt 19 Kinder in den Klassen, hier liegt der OECD-Schnitt bei 224. Neben dem hohen Gehalt für Lehrer und den Investitionen in Bildung im Allgemeinen, fällt Luxemburg noch mit einer anderen Sache auf: Der Fremdsprachenunterricht macht bereits in der Grundschule 18 Prozent der Unterrichtszeit aus.

(sb/L'essentiel)

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