Bus, Bahn und Tram

24. Februar 2020 06:56; Akt: 25.02.2020 11:25 Print

Luxemburg macht sich bereit für kostenlosen ÖPNV

LUXEMBURG – Ab dem 1. März macht das Großherzogtum als erstes Land weltweit Bus, Bahn und Tram kostenlos. Zahlreiche betroffene Unternehmen mussten sich anpassen.

storybild

Die CFL-Kontrolleure werden in Zukunft auch für die Passagierinformation eingesetzt. (Bild: Editpress/Archives / Alain Rischard)

En français
Fehler gesehen?

Seit Ende 2018 ist davon die Rede. Nun ist es so weit. Ab dem 1. März «brauchen Bus-, Bahn- und Tramfahrer in Luxemburg keine Fahrkarte mehr zu kaufen», wie Dany Frank, Sprecherin des Transportministeriums L’essentiel radio gegenüber mitteilte.

Erklärtes Ziel sei es, die Autofahrer dazu zu bewegen, auf eigene Verkehrsmittel zu verzichten. Die Maßnahme, deren jährliche Kosten von den Behörden auf 41 Millionen Euro eingeschätzt werden, wird übrigens aus Steuermitteln finanziert.

Ausbildungen und Arbeitsgruppen

Doch der Übergang von einem kostenpflichtigen zu einem kostenlosen ÖPNV geschieht nicht von einem Tag auf den anderen. In den vergangenen Monaten mussten die CFL-Angestellten an verschiedenen Weiterbildungen und Arbeitsgruppen teilnehmen. In Zukunft werden zum Beispiel CFL-Kontrolleure «neben ihrer Aufgaben auf dem Bahnsteig und innerhalb der Zügen» ebenfalls als Informations-Ansprechpartner der Passagiere eingesetzt.

Auch die Tram-Fahrkartenautomaten sollen demnächst abgebaut werden. Die CFL-Automaten hingegen bleiben den Bahnnutzern weiterhin zum Kauf von internationalen Fahrkarten, sowie für 1. Klasse-Tickets im nationalen Schienennetz erhalten. Letztere sind nämlich weiterhin kostenpflichtig. «Wir haben beschlossen, diese Möglichkeit beizubehalten, für diejenigen, die eine etwas entspanntere Reise bevorzugen», erklärt Frank. Im Bezug auf internationale Fahrten wurden mit den Bahngesellschaften der Nachbarländer Vereinbarungen zur Senkung der Preise getroffen.

(jg/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jay am 24.02.2020 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waren die CFL-Kontrolleure bislang nicht sowie schon Information-Ansprechpartner?

    einklappen einklappen
  • Gerd am 24.02.2020 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    soulang ech meng Keschten vum Auto bezuellen,fueren ech domader,an ech kann fueren wann ech well.

  • Daweb am 24.02.2020 07:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komplett bescheuert dofr fueren lo net méi leit bus se hätte besser gehat méi bussen anzesetzen!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 24.02.2020 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @pitti @knouter Kontrolleren kontrolleieren nach emmer dei 1scht Klass, kucken dass Diren zouginn, gin dAbfahrtssignal a sin och behelleflech bei den Personnes à Mobilité reduite. Zudem kuken se weider dass dLeit net mat de Feiss um Sëtz ronderemfueren.

  • moi-je am 24.02.2020 11:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geing de Busticket 1€ méi deier gemach gin, get gemeckert, get de Bensin méi deier, get gemeckert, par contre, et get souguer gemeckert wann een dierf gratis Bus fuhren! Et gin Leit déi wirklech net wëssen wéi gudd et hinnen geht! Oft sin et déi Leit, déi selwer nach mat hirem Auto hannert dem Bus kurschéieren.

  • Gerd am 24.02.2020 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    soulang ech meng Keschten vum Auto bezuellen,fueren ech domader,an ech kann fueren wann ech well.

  • FaSch am 24.02.2020 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @pitti. die Menschen die täglich ihr Bestes geben, den öffentlichen Verkehr (wodurch jeder in Luxemburg und die Wirtschaft profitieren) als faul zu diffamieren ist nicht gerade korrekt. Sicherheit, Logistik, Verlässlichkeit sind gewährt.Gute Gewerkschaften sind eigentlich ein Soll über den man nicht zu diskutieren braucht. Arbeiten sie in einem Ausbeuterbetrieb oder sind gar Geschäftsführer eines solchen? Mokieren wir uns lieber über den gesetzl.Mindeslohn. Zum leben zu wenig, zum sterben zuviel....

  • Knouter am 24.02.2020 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Emmer dat Gemeckers! Anscheinend kann een et kengem recht machen. Ech fannen dat awer flott, dann hunn ob manns déi di ob de Bus ugewisen sinn, manner käschten.

    • svendorca am 24.02.2020 13:05 Report Diesen Beitrag melden

      Knouterer,..esch fueren schons séit 8 Joer gratis mam Bus,.séit esch an der Pensioun sin, a nie erwescht gin,..si froue dass elo de Zuch dobéi kent,..a wann mer nach 10 Joer waarden,dat gedd de Flier och gratis,.well dan hun se keng Client méi vir deen..

    einklappen einklappen