Umweltschutz

15. März 2018 10:26; Akt: 15.03.2018 11:11 Print

Luxemburg nimmt mit Mineralölsteuer Millionen ein

LUXEMBURG – Die Mineralölsteuer spült kräftig Geld in die Kassen der Regierung. Die Steuer fließt in einen Fonds zur Reduzierung von Kohlendioxidemissionen.

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Der sogenannte ­«Kyoto-Cent» spült jedes Jahr 88 Millionen Euro in Luxemburgs Kassen. (Bild: Editpress/Fabrizio Pizzolante)

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Dank der Mineralölsteuer fließt jährlich gutes Geld in die Staatskassen im Großherzogtum. Zwar machen die Umweltabgaben laut eines Eurostat-Reports nur 4,6 Prozent des gesamten Staatseinkommens Luxemburgs aus – das ist der schlechteste Wert in ganz Europa. Rechnet man den Betrag jedoch auf die Einwohner um, kommen stolze 1600 Euro pro Person und Jahr zusammen. Dieser Betrag geht wohl nicht zuletzt auf die Vielzahl der Grenzgänger zurück, die in Luxemburg zwar tanken, aber nicht hier wohnen.

Die erhobene Umweltsteuer ist der sogenannte «Kyoto-Cent», der seit 2007 auf jeden in Luxemburg verkauften Liter Kraftstoff aufgeschlagen wird. Er beträgt zwei Cent pro Liter Benzin und 2,5 Cent pro Liter Diesel. Zwischen 2013 und 2016 kam so ein Durchschnittswert von 88 Millionen Euro pro Jahr zusammen. «Der Betrag für das Jahr 2017 wird mit der Jahresbilanz veröffentlicht», teilte ein Sprecher des Finanzministeriums mit.

Die Steuer soll dem Klima- und Energiefonds zugeführt werden. Mit dessen Hilfe werden jedes Jahr nachhaltige Projekte finanziert und somit die CO2-Bilanz des Großherzogtums aufgebessert. Der «Kyoto-Cent» und andere Umweltsteuern haben dem Fonds in den Jahren 2011 bis 2016 insgesamt 60 Millionen Euro eingebracht. Darüber hinaus fließen 100 Millionen Euro in die Reduktion von Emissionen in Entwicklungsländern.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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