Migration

14. August 2018 16:23; Akt: 15.08.2018 08:28 Print

Luxemburg nimmt Teil der «Aquarius»-​​Flüchtlinge auf

LUXEMBURG/MALTA – Das Rettungsschiff «Aquarius» mit 141 Migranten an Bord darf nun auf Malta anlegen. Das Großherzogtum nimmt einen Teil der Menschen auf.

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Das Rettungsschiff «Aquarius» darf nun auf Malta anlegen. (Bild: DPA)

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Das seit Tagen auf See ausharrende Rettungsschiff «Aquarius» mit 141 Migranten an Bord darf auf Malta anlegen. Die Migranten würden auf Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Portugal und Spanien verteilt, teilte die Regierung des Inselstaats am Dienstag mit. Wie Thomas Barbancey vom luxemburgischen Außenministerium auf Anfrage von L'essentiel erklärte, nehme das Großherzogtum fünf Personen auf: «Ob sie Anspruch auf Asyl haben muss ebenso noch geklärt werden, wie die Frage nach ihrer Unterkunft.»

Erst im Juli hat Luxemburg 15 Personen aus dem Sudan, die an Bord des Schiffes «Lifeline» waren, aufgenommen. Ihre Asylanträge werden derzeit geprüft. Im Juli beantragten 238 Personen internationalen Schutz im Großherzogtum. Die meisten von ihnen stammen laut Zahlen des Außenministeriums aus Eritrea (49), dem Irak (33), Syrien (24), Afghanistan (20) und dem Sudan (16). Mehr Asylanträge wurden in Luxemburg zuletzt im Dezember 2017 gestellt (241).

Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez erklärte auf Twitter, dass Spanien im Falle der «Aquarius» ein Abkommen mit sechs Ländern zur Verteilung der Aufnahme der Menschen auf der Aquarius koordiniert habe. Sein Land werde 60 der Flüchtlinge aufnehmen. Das Schiff hatte die Migranten am Freitag von Booten vor der libyschen Küste gerettet. Seitdem warteten die Betreiber des Schiffes – die Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen – auf die Zuweisung eines sicheren Hafens.

(sw/L'essentiel/dpa)