SNCF-Streik

13. Juni 2018 13:35; Akt: 13.06.2018 13:49 Print

Luxemburg-​​Pendler saßen im «Horror-​​Express»

LUXEMBURG/METZ – Die Streikwelle der französischen Eisenbahner ebbt nicht ab. Am Mittwoch wurden die Nerven der Pendler besonders arg strapaziert.

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Streik und kein Ende: Auch am Mittwoch legten in Frankreich wieder zahlreiche Lokführer die Arbeit nieder. Es ist bereits der 30. Streiktag bei der Staatsbahn SNCF. Auch auf der Strecke nach Luxemburg gab es erneut zahlreiche Ausfälle und Verspätungen, die Pendler sind es ja schon gewohnt. Doch diesmal war die Situation offenbar besonders schlimm.

«Ich habe 2:40 Stunden für die Strecke Metz-Luxemburg gebraucht», ärgert sich ein Grenzgänger, der jeden Morgen den Zug zur Arbeit nimmt. «Wir hatten mehr als anderthalb Stunden Verspätung», empört sich ein anderer Pendler. Nach dem Trip im «Horror-Express» mussten viele dann auch noch in den Bus umsteigen, um ins Büro zu kommen. Einige Zugpassagiere warteten so lang vergeblich am Bahnsteig, dass der Arbeitstag für sie gelaufen war und sie stattdessen einen Tag Urlaub nehmen mussten.

Dass der grenzüberschreitende Personenverkehr am Mittwoch derart schleppend verlief, hat auch mit einer Schwerpunkt-Aktion der Streikenden zu tun. «Um 6.50 Uhr sind Streikteilnehmer beim Stellwerk Woippy aufgetaucht und haben einen Brandalarm ausgelöst. Der Verkehr zwischen Metz und Thionville war daraufhin lahmgelegt. Um 7.20 Uhr blockierten Demonstranten dann die Gleise in Uckange. Es wurden auch Knallkörper gezündet», sagt eine Pressesprecherin der SNCF.

Erst gegen 8.40 Uhr hatte sich die Situation auf der Schiene wieder normalisiert. Doch zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Verspätungen bereits angehäuft. Insgesamt zehn Verbindungen mussten gestrichen werden, die Verspätungen betrugen manchmal bis zu zwei Stunden.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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