Infektionsketten

28. April 2020 19:04; Akt: 28.04.2020 19:11 Print

Luxemburg setzt auf freiwillige «Tracking»-​​App

LUXEMBURG – Angesichts der großen Zahl von Grenzpendlern aus dem europäischen Ausland drängt Xavier Bettel bei der Nachverfolgung von Infektionen auf eine «europäische Lösung».

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Das Tracking wird in Luxemburg keine Pflicht werden.

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Am Dienstag stellte Premierminister Xavier Bettel den Abgeordneten des Digitalisierungsausschusses der Chamber seinen Plan zur digitalen Nachverfolgung von Infektionsketten vor. Er schlägt ein «Tracking» von Infektionen auf freiwilliger Basis vor, statt einer allgemeinen und automatisierten Verfolgung. Demnach können die Bürger selbst entscheiden, ob sie sich die App auf ihr Smartphone laden. In dieser können sie dann angeben, wenn sie positiv auf Coronavirus getestet wurden.

Personen, die länger als fünfzehn Minuten in Kontakt mit einem Infizierten waren, erhalten dann eine Benachrichtigung, ohne den Namen des infizierten Patienten zu erfahren, sagte Diane Adehm (CSV), eine der Teilnehmerinnen der Sitzungen. Diesen Menschen werde dann geraten, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, aber der Hinweis solle keine Anordnung von Quarantäne beinhalten. «Es geht darum, ein Gleichgewicht zwischen Datenschutz und Gesundheit herzustellen», sagte die ebenfalls anwesende Abgeordnete Carole Hartmann (DP).

Einen genauen Zeitplan für die Umsetzung gibt es laut den Ausschussmitgliedern nicht. Der Premierminister machte in der Sitzung auch klar, dass er keinen Sonderweg für Luxemburg suche, sondern plädierte viel mehr für eine «europäische Lösung». Eine gesetzliche Regelung für dieses «Tracking» werde noch geschaffen. «Nicht alle Abgeordneten waren exakt der gleichen Meinung, aber wir hatten alle das gleiche Ziel, es gab keine hitzigen Debatten», sagte Carole Hartmann.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daweb am 29.04.2020 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Du sen bestemmt och nach vill brav Schof déi fräiwelleg matmaachen... wetten

  • Jang am 28.04.2020 22:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wéi ass et dann mat Leit déi keen Smartphone hunn , kréien déi een vun der Regierung geschenkt, wann et dann spéider Flicht gëtt déi App mussen ze hunn ? Ech hunn an hat nach ni een, an och nach ni den Sënn vun esou engem Gerät gesinn.Hunn en 12 Joer alen Handy , deen nëmmen 1 mol d´Woch muss gelueden ginn , an net brauch ewech geheit ze ginn , wann den Akku näischt méi ass

  • Dusninja am 28.04.2020 23:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Software Opensource ist und die Quellen geprüft werden gerne. ABer wahrscheinlich wird das wie bei RKI sein, wo dann aufgrund von Shutzbestimmung alles closed Source ist. Und nach neuesten Infos lässt Deutschland die Software jetzt von DT und SAP entwickelt. Vor allem SAP ist mir als Datengräber und nicht für dezentrale Software bekannt. Es wird wohl weniger tracing und mehr tracking werden, einige Länder wie nehmen es ja mit der Demokratie und Menschenrechten nicht mehr so genau.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Saupreis am 04.05.2020 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum legt uns unsere Regierung immer wieder falsche Zahlen vor? Am 3.5.2020 haben wir angeblich 3824 infizierte und 96 Verstorbene. Diese Angaben sind falsch, da wir 3379 Personen haben, die wieder genesen sind. Somit haben wir also "nur" 463 infizierte. Was soll also diese Panikmacherei gegenüber der Bevölkerung?

  • Lauter Schéinhelleger am 29.04.2020 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    an zur gleicher Zeit werfen se China fir en Kontrollfreak ze sinn an d'biergerlech Fraihéeten NET ze respektéieren.

  • Steve am 29.04.2020 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Spielen schon eng Zeit mat dem Gedanken en ganz einfachen Handy ze kafen, Dat do vereinfacht mir meng Decision.

  • Daweb am 29.04.2020 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Du sen bestemmt och nach vill brav Schof déi fräiwelleg matmaachen... wetten

  • Dusninja am 28.04.2020 23:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Software Opensource ist und die Quellen geprüft werden gerne. ABer wahrscheinlich wird das wie bei RKI sein, wo dann aufgrund von Shutzbestimmung alles closed Source ist. Und nach neuesten Infos lässt Deutschland die Software jetzt von DT und SAP entwickelt. Vor allem SAP ist mir als Datengräber und nicht für dezentrale Software bekannt. Es wird wohl weniger tracing und mehr tracking werden, einige Länder wie nehmen es ja mit der Demokratie und Menschenrechten nicht mehr so genau.