Wegen Lockdown

16. Juli 2020 12:47; Akt: 16.07.2020 20:02 Print

Luxemburg verbrennt Corona-​​Abfälle bei Sidor

LEUDELINGEN – Die Regierung hat die Verbrennungsanlage Sidor während der Corona-Krise als Entsorgungsmöglichkeit für Krankenhausabfälle genutzt.

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Der Corona-Abfall aus den Krankenhäusern wurde verbrannt. (Bild: Editpress)

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Das Thema ist bisher kaum behandelt worden, aber durchaus grundlegend. Wie ist in Luxemburg während der Coronavirus-Krise mit Krankenhausabfällen umgegangen worden? Die Verbrennungsanlage Sidor in Leudelingen hat von der Regierung eine ausdrückliche Genehmigung für die Entsorgung infektiöser medizinischer Abfälle erhalten, die sie vorher nicht hatte.

«Alle medizinischen Materialien und Produkte, die mit einer Person in Kontakt kommen, die an einer Infektionskrankheit leidet, müssen speziell behandelt werden, um das Entweichen von Krankheitserregern zu verhindern», sagten Marc Baum und David Wagner von Déi Lénk in einer parlamentarischen Anfrage. Auf Nachfrage bestätigte Innenministerin Taina Bofferding (LSAP), dass «persönliche Schutzausrüstung wie Masken, Handschuhe und Schutzkleidung von Gesundheitsstrukturen in der Tat in der Verbrennungsanlage Sidor verbrannt wurden».

35,5 Tonnen Abfall

Zwischen dem 6. April und dem 17. Juni musste sich um mehr als 35,5 Tonnen Abfall gekümmert werden. Die Ministerin versicherte jedoch, dass als gefährlich eingestufte Abfälle wie bisher ins Ausland gebracht wurden. Sie sagte, dass alle notwendigen Vorkehrungen in Bezug auf Sidor getroffen worden seien: vorheriges Sortieren, widerstandsfähige Plastiktüten und Ausrüstung für das Personal, alles sei geplant worden.

«Angesichts des Krisenzustands musste eine schnelle und lokale Lösung gefunden werden, insbesondere unter Berücksichtigung der drohenden Schließung der Grenzen zu unseren Nachbarländern. Die zu entsorgenden Mengen konnten nur geschätzt werden, und da man das Schlimmste erwartete, war die Abfallverbrennung die naheliegendste Lösung», so Bofferding.

Die Innenministerin räumte jedoch ein grundlegendes Problem ein, das durch die Covid-19-Krise zutage getreten ist. Luxemburg verfügt nicht über eine auf die Abfallbehandlung spezialisierte Infrastruktur. «Die Größe Luxemburgs bedeutet, dass bei einer Reihe von Abfällen relativ geringe Mengen anfallen. Dies bedeutet, dass die Errichtung von entsprechenden Behandlungsanlagen in Luxemburg auf wirtschaftliche und technische Fragen stößt». Keines der in den letzten Jahrzehnten geplanten Projekte ist abgeschlossen worden.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Petit Est am 16.07.2020 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich wehte der Wind Richtung Cattenom, als Ausgleich….

  • Gunther am 16.07.2020 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo an die Politik, Sie sollten wirklich ernsthaft über den Bau einer kleinen Verbrennungsanlage für Krankenhausmüll nachdenken, anstatt das dafür notwendige Geld nach Brüssel zu überweisen, Grund : normale Müllverbrennungsanlagen nutzen Verbrennungstemperaturen von ungefähr 1.250 °C, Krankenhausmüll müsste aber bei der Verbrennung mit etwa 1.600 - 1.700 °C behandelt werden, dazu gehört eine spezielle und abgeschirmte Einheit zum Empfang der vollen Container und der Rückversand der leeren, das ist teuer und nicht wirtschaftlich, aber es ist ein Mittel, die Bevölkerung zu schützen ...

  • J1959p am 17.07.2020 02:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ????????????????????

Die neusten Leser-Kommentare

  • Doomsday am 17.07.2020 06:43 Report Diesen Beitrag melden

    mir sin all am Arsch

  • J1959p am 17.07.2020 02:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ????????????????????

  • Léon am 16.07.2020 20:52 Report Diesen Beitrag melden

    Une bonne idée

  • Petit Est am 16.07.2020 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich wehte der Wind Richtung Cattenom, als Ausgleich….

  • Gunther am 16.07.2020 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo an die Politik, Sie sollten wirklich ernsthaft über den Bau einer kleinen Verbrennungsanlage für Krankenhausmüll nachdenken, anstatt das dafür notwendige Geld nach Brüssel zu überweisen, Grund : normale Müllverbrennungsanlagen nutzen Verbrennungstemperaturen von ungefähr 1.250 °C, Krankenhausmüll müsste aber bei der Verbrennung mit etwa 1.600 - 1.700 °C behandelt werden, dazu gehört eine spezielle und abgeschirmte Einheit zum Empfang der vollen Container und der Rückversand der leeren, das ist teuer und nicht wirtschaftlich, aber es ist ein Mittel, die Bevölkerung zu schützen ...