Elektroautos

18. Oktober 2019 08:00; Akt: 18.10.2019 09:59 Print

Luxemburg verfehlt sein Ziel für 2020

LUXEMBURG – Anfang des Jahres 2010 hatte sich das Land vorgenommen, bis 2020 40.000 Elektroautos auf die Straßen zu bringen. Das Ziel wurde jetzt überarbeitet.

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20190909 Bertrange ACL unauguration Mobility Loft de l'ACL en présence des ministres Etienne Schneider et Francois Bausch illustrations bornes de recharge pour véhicules électriques, voiture électriques, chargy photo Editpress/Isabella Finzi (Bild: Editpress/Isabella Finzi)

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Elektroautos haben in Luxemburg in diesem Jahr einen Marktanteil von 6,5 Prozent erreicht. Im Vorjahr haben sie noch 4,2 Prozent ausgemacht, wie aus den neusten Daten des Verbandes der Automobilhersteller und -importeure (FEBIAC) hervorgeht. Die Elektromobilität in Luxemburg macht also Fortschritte, aber ist noch weit entfernt von den ehrgeizigen Zielen, die sich die Regierung zu Beginn des Jahrzehnts gesteckt hatte.

«Damals hatten wir im Jahr 2020 mit 40.000 Elektroautos auf der Straße gerechnet. Das werden wir nicht schaffen», gestand Étienne Schneider im September am Rande einer ACL-Veranstaltung. Der Wirtschaftsminister erinnerte an die «Euphorie» Luxemburgs vor etwas weniger als zehn Jahren: «Wir waren die ersten in Europa, die sich engagiert haben. Luxemburg war bereit, aber wir dachten, dass die Umstellung schneller erfolgen würde, dass die Entwicklung des Angebots schneller erfolgen würde».

« Nach 2020 wird es schneller gehen. »

«Der Umsatz bleibt marginal, steigt aber langsam an, da ich bin sicher und sicher bin ich auch, dass es nach 2020 schneller gehen wird», relativierte Étienne Schneider weitgehend wieder. Ihm zufolge wurden Zweifel an der Produktpalette der Elektrofahrzeuge ausgeräumt, der Markt habe sich verstärkt und die Hersteller haben sich auf den neuesten Stand gebracht. «Vor allem eignet sich das Land sehr gut für die Elektromobilität, die meisten Reisen sind weniger als 40 Kilometer lang», sagt Mobilitätsminister François Bausch.

Auch wenn sich der Strommarkt etwas langsamer als erwartet entwickelt, hat sich Luxemburg weiter ausgestattet und Kaufanreize und Steuermaßnahmen umgesetzt. «1600 öffentliche Ladestationen wurden installiert», sagt Guido Savi von FEBIAC und erinnert daran, dass sich der «Marktanteil von Elektrofahrzeugen zwischen 2018 und 2019 im Großherzogtum mehr als verdoppelt hat». Das Ziel von 40.000 Elektroautos auf unseren Straßen wird nicht aufgehoben, sondern nur verzögert, und tatsächlich wurde es am Donnerstag überprüft und korrigiert: François Bausch wies darauf hin, dass sein neues Ziel darin besteht, bis 2030 50 Prozent Elektroautos auf Luxemburgs Straßen zu haben.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heng am 18.10.2019 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Schönrederei. Nicht jeder kann sich ein neues Auto kaufen, oder will seinen guten Wagen wegschmeissen. Alle Minister haben sicher privat schon E-Autos.

  • Red Dwarf am 18.10.2019 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    50% E-Fahrzeuge bis 2030? also 300.000 bis 400.000 Stück. Und wann baut Luxemburg sein erstes eigenes AKW oder 2 oder 3? oder unterstützen wir lieber weiterhin die Atomlobby in Frankreich? Der grüne Strom wird hierfür wohl nicht reichen. Unsere Nachbarländer werden ihren Strom dann auch für die eigenen Ladestationen benötigen. Ich habe nix gegen E-Autos, besonders wenn diese in Zukunft mitt Brennstoffzellen fahren (Wasserstoff muss auch durch Elektrolyse gewonnen werden), aber die 50% Vision scheint mir utopisch.

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  • Lol am 18.10.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir Leben Diesel

Die neusten Leser-Kommentare

  • GretaThunfisch am 19.10.2019 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wén sou én Auto kéft ass fir mech é Gehiiramputéierten Punkt!

  • jimbo am 18.10.2019 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech hätt leiwer, ech keint mer hei am Land als eischt en Haus leeschten, wou ech mer dann eng Solarzell op den Dach pappen keint dei dann main Elektroauto luedt... Soulang ech awer keen Haus hun, bleift en E-Auto leider just en Dram. @Julie Kuck op Youtube mol nom HorstLüning sengem Videon an gleeft net alles wat dMassemedien an dei Gring palaveren

  • Arm am 18.10.2019 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vivil Autoen hum mer da schon ??

  • Lol am 18.10.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir Leben Diesel

  • Statistiker am 18.10.2019 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    die meisten Reisen sind weniger als 40 Kilometer lang», sagt Mobilitätsminister François Bausch.Nicht mal der Briefträger fährt Elektro,auch die Grünen selbst sind keine Käufer und die Rentner haben kein Geld dafür.Wer soll denn nun die 40000 Autos kaufen?

    • De_klenge_Fuerzkapp am 18.10.2019 16:28 Report Diesen Beitrag melden

      Um auf deine Frage zuantworten: Du, er , sie, ihr . . .

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