Koalitionsplan

04. Dezember 2018 07:04; Akt: 04.12.2018 07:08 Print

Luxemburg will eigene Marihuana-​​Plantagen

LUXEMBURG – Auf dem Programm der neuen Regierung steht auch die Legalisierung von Cannabis für den Privatkonsum. Allerdings sind noch einige Hürden zu nehmen.

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Bis Cannabis für den privaten Gebrauch legal wird, müssen noch einige Hürden genommen werden.

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Seit dem durchschlagenden Erfolg der Petition zur Legalisierung von Cannabis, die in diesem Sommer gestartet wurde, ist sie schon in Sicht. Nun ist es offiziell: Die kommende Regierung will den privaten Konsum von Cannabis legalisieren (Anmerkung der Redaktion: hierbei handelt es sich nicht um die Legalisierung von Cannabis zu therapeutischen Zwecken, sondern um Cannabis, das Rauschzustände hervorrufen soll).

Sollte es möglich sein, das Gesetz trotz der Widerstände durch die Opposition von CSV und ADR durchzudrücken, könnte Luxemburg damit in den nächsten fünf Jahren zu den wenigen europäischen Ländern gehören, in denen der Konsum von berauschendem Cannabis nicht strafbar ist. Allerdings müssten hierzu noch weitere Details geklärt werden.

Staat will Cannabis-Qualität kontrollieren

Zunächst müsste die Frage des Verkaufs geklärt werden: Könnte es bald Coffeeshops nach niederländischem Modell geben? Oder wird den Bürgern freigestellt, Pflanzen Zuhause anzubauen wie in Kanada? Wer darf Cannabis kaufen? Und wie kann man gegen einen Schwarzmarkt und Cannabis-Tourismus vorgehen?

Im Koalitionsvertrag heißt es, dass «das Hauptziel darin besteht, die Produktion sowie den Kauf, den Besitz und den Konsum von Cannabis für die persönlichen Bedürfnisse erwachsener Bürger zu entkriminalisieren oder sogar zu legalisieren». Darüber hinaus werde der Staat die Kontrolle über die gesamte Produktionskette und den nationalen Vertrieb haben, um die Qualität des Produkts auf dem luxemburgischen Markt zu gewährleisten. Die Einnahmen aus dem Cannabis-Verkauf will der Staat übrigens in Prävention, Aufklärung und Betreuung rund um das Thema Sucht investieren.

(Patrick Théry/Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Doris am 04.12.2018 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Also ech hätt nach Plaaz a menger Zär...

  • legendkiller am 04.12.2018 08:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wat dei eng opfeieren

  • Marie Jane am 04.12.2018 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Junkies?! Oh man...hier haben aber ganz viele Leute ganz furchtbar viel Ahnung. Nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kops Jean am 12.02.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Et mierkt een gudd dat hei keen ass deen richtegen kontakt mat deenen Léit huet dei iwer dei taatsächlech woueregten bescheed wessen. Ech schon an kann dei Euphorie hei emol ganz schnell am Käim erstecken. Cannamedica Luxembourg ASBL hun ech z.b. och ugeschriwen an se informeiert iwert mäin Tourette-Syndrom.Ah jo,daat hun ech jo ganz vergiess ze erwähnen. An hei hier äntwert : "Leider ass den Tourette-Syndrom nach net viergesin" Ah bon,vläit dann awer fir Kappwéih oder eng Erkältung? An dann mengt dir jiddwereen giew esou einfach een Rezept verschriwen kreien?Vergiesst daat emol ganz schnell.

  • Marie Nett am 25.01.2019 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    "Die Einnahmen aus dem Cannabis-Verkauf will der Staat übrigens in Prävention, Aufklärung und Betreuung rund um das Thema Sucht investieren." Schon klar. Sowie die Zigaretten Steuer.

  • Günther Ottmar Grün am 13.12.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Der Konsum von Cannabis ist in vielen Länder nicht verboten. (Bspw. Auch in Deutschland ist der Kosum legal.) Meist ist nur der Anbau, Besitz, die Weitergabe, Verkauf... verboten.

  • Cram am 04.12.2018 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sin natierlech och fir , Keng ofgaab vum Cannabis enner 18joer! Jugendlecher solle natierlech och besser informeiert gin, awer anstänneg, net just alles schlecht rieden , mais dat een e respektvollen emgang mat der pflanz huet , et net iwwerdreiwt an een emmer sech bewosst soll sin dat et keng drog as mais ee Genossmettel!! Ofhängeg gett een net dovun, kann een ophaalen wann ee well! Et kann een net wei bei Alkohol oder soss aaner haard Drogen entzuchserscheengungen hun! Eng preventive Politik amplaatz eng repressiv fannen ech huet nemmen firdeeler ! Hoffen dat alles direkt Richteg gemaa gett , wär fir de modell Kanada mat puer Letzeboieschen ideen;)) ( awer gudd iddeen;) ! )

  • Cram am 04.12.2018 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waat mech einfach glècklech mescht as ze gesin wei mer hei ewei iwwert keen aanert Thema diskuteieren, am allerbesschten as natierlech den Positiven support fir legaliseierung! As deck Zait gin dat mer lo op engem gudde Wee sin , ewei prohibitioun vum Alkohol an den USA gewisen huet, dat ee verbuet vun enger gesellschaftlecher genoss Substanz just de kriminellen eppes brengt a guer kee Senn mecht! Si mer lo op engem gudde Wee de kriminellen Dealer , dei natierlech just de profit a net de Spaass oder de schutz vun de Client interesseiert, de krunn zouzedreihnen ! Sou kommen dei meescht o net mei mat aaner Substanzen a verbindung! An d Police kann ophaalen dei ach sou schlemm Kiffer ze hetzen an sech op dei wierklech wichteg saachen konzentreieren!! Merci GAMBIA, ee grousse schrett an d‘Zukunft!!!!