Flüchtlingspolitik

08. Juni 2020 19:32; Akt: 08.06.2020 20:14 Print

Luxemburg will Malta Migranten abnehmen

LUXEMBURG – Nach dringenden Appellen der Regierung in Valletta haben sich erste EU-Staaten dazu bereit erklärt, einen Teil der aus Seenot geretteten Menschen aufzunehmen.

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Malta hatte die mehr als 400 Migranten am Wochenende an Land gehen lassen. (Bild: DPA/Santi Palacios)

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Nach dem Landgang von mehr als 400 Migranten auf Malta und dringenden Appellen der Regierung in Valletta haben sich erste EU-Staaten dazu bereit erklärt, einen Teil der aus Seenot geretteten Menschen aufzunehmen. Man sei erleichtert, dass die Menschen am Wochenende die Schiffe verlassen konnten, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Montag in Brüssel. Drei EU-Staaten hätten nun den Willen bekundet, sich an der Umverteilung zu beteiligen. Deutschland ist seinen Angaben zufolge nicht darunter.

Aufnahmebereit seien Portugal, Frankreich und Luxemburg. Wie viele Menschen die Länder jeweils nehmen wollen, sagte er nicht. Malta hatte die mehr als 400 Migranten am Wochenende an Land gehen lassen. Viele von ihnen saßen zuvor mehrere Wochen auf kleinen Quarantäne-Schiffen vor dem Mittelmeerland fest, einige bereits seit dem 30. April. Auf einem der Schiffe hatten Migranten nach Angaben von Maltas Regierungschef Robert Abela zuvor zu Messern gegriffen und unter anderem gedroht, die Crew zu kidnappen.

Nachhaltigere Lösung für die Seenotrettung

Die maltesische Regierung beklagte am Wochenende mangelnde Solidarität der anderen EU-Länder. Die EU-Kommission koordiniert die Verteilung der Menschen auf andere Staaten in der Regel. Der Sprecher machte am Montag deutlich, dass es eine nachhaltigere Lösung für die Seenotrettung brauche. Dies werde auch Teil der Vorschläge für eine neue EU-Migrations- und Asylpolitik, die die EU-Kommission noch im Juni vorlegen will.

Eigentlich hatte Malta ähnlich wie Italien in der Corona-Pandemie erklärt, es könne keine sicheren Häfen für Migranten mehr bieten. Diese starten häufig in Booten von Libyen aus und geraten in Seenot.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Von der Leber am 09.06.2020 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    drei Länner vun 27 . As daat Europa?Hun die aner keen deen den Telephon op hieft?

  • The Masked Knadderer am 09.06.2020 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht Migranten die aus dem Meer gerettet worden sind auf Europa zu verteilen. Man soll die Migranten retten und dann zurück schicken von wo sie gestartet waren. So dass sie sehen dass es nichts nützt den schleppern viel Geld zu geben wenn sie eh wieder zurück gebracht werden.

  • Danny am 08.06.2020 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    Portugal, Frankreich und Luxemburg.......komisches Europa! Brüssel schläft wieder.

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  • Von der Leber am 09.06.2020 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    drei Länner vun 27 . As daat Europa?Hun die aner keen deen den Telephon op hieft?

  • The Masked Knadderer am 09.06.2020 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht Migranten die aus dem Meer gerettet worden sind auf Europa zu verteilen. Man soll die Migranten retten und dann zurück schicken von wo sie gestartet waren. So dass sie sehen dass es nichts nützt den schleppern viel Geld zu geben wenn sie eh wieder zurück gebracht werden.

  • Danny am 08.06.2020 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    Portugal, Frankreich und Luxemburg.......komisches Europa! Brüssel schläft wieder.