«Made in Luxemburg»

29. September 2020 07:05; Akt: 29.09.2020 07:07 Print

Luxemburg will mehr eigene Masken herstellen

LUXEMBURG – Um vom asiatischen Markt unabhängig zu sein, will das Großherzogtum die Produktion der Masken weiter ausbauen.

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In Gasperich könnten jährlich 40 Millionen Masken produziert werden. (Bild: Santé Services)

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«Bei einem 24-Stunden-Betrieb könnte unsere Maschine 40 Millionen Masken pro Jahr herstellen, genug, um den Bedarf des Landes zu decken», sagt Marc Glesener, Geschäftsführer von Santé Services SA. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im April sei deutlich geworden, wie wichtig es war, sich von der asiatischen Abhängigkeit bei chirurgischen Masken zu lösen. Deshalb wollte das Gesundheitsunternehmen, eine Tochtergesellschaft der Robert-Schuman-Krankenhausstiftung, Masken «Made in Luxemburg» produzieren.

Auf Anregung ihres Vorsitzenden Jean-Louis Schiltz begann sie Ende Juli mit hauptsächlich europäischen Materialien. «Die Idee war, für unsere Krankenhäuser zu produzieren und zur nationalen Versorgung beizutragen», bemerkt Marc Glesener, wobei er hinzufügt, dass die gegenseitige Hilfe zwischen den Krankenhäusern sehr ausgeprägt war.

20.000 Masken werden täglich produziert

Heute stellen in Gasperich acht Personen auf einer 300.000 Euro teuren Maschine täglich 20.000 Masken nach sehr strengen Normen für das Gesundheitswesen des Landes und nun für die Massenverteilung (etwa 25 Euro für 50 Stück) her. «Mit einem Selbstkostenpreis von weit über 0,25 Euro pro Maske können wir mit den chinesischen Preisen nicht konkurrieren», räumt Glesener ein.

Aber es gebe eine Nachfrage nach lokalen Masken, sagt er. «Unsere Logik ist nicht marktwirtschaftlich. Das Geld wird reinvestiert», versichert er. Eine zweite Maschine für FFP2-Masken soll Ende Oktober in Betrieb genommen werden. Zur Unterstützung der Initiative hat das Mittelstandsministerium Santé Services einen Zuschuss von 200.000 Euro gewährt.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rohmaterial am 29.09.2020 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Und woher stammt das Rohmaterial? Wahrscheinlich aus dem Land der aufgehenden Sonne, welche beim nächsten Lockdown nicht liefern können und die Maschinen dann nichts produzieren können. Na super, wieder mal durchdacht das Ganze!

    einklappen einklappen
  • Fantomarc am 30.09.2020 10:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder dass immer mehr Menschen das Vertrauen an den Politiker verlieren.

  • Daweb am 30.09.2020 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéi séier kann et goen dass ob ee mol en niescheproduit zum milliarde geschäft get dank eiser super politik

Die neusten Leser-Kommentare

  • JP jr am 30.09.2020 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was hat Japan denn nun damit zu tun?

  • Daweb am 30.09.2020 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéi séier kann et goen dass ob ee mol en niescheproduit zum milliarde geschäft get dank eiser super politik

  • Fantomarc am 30.09.2020 10:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder dass immer mehr Menschen das Vertrauen an den Politiker verlieren.

  • Daat ass mein Meenung am 29.09.2020 23:21 Report Diesen Beitrag melden

    Das kann nur ein Anfang sein!!Wir sind in ALLEN hinsichten ,viel zu viel abhängik.Manchmal ist Geld nur Papier.

  • Niemand am 29.09.2020 23:18 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird höchste Zeit, dass wir endlich alles selbst produzieren, statt immer beim Chinesen an der Tür zuklopfen. Dasselbe gilt auch für Nahrungsmittel.