Arzneimissbrauch

05. Juli 2016 07:22; Akt: 05.07.2016 07:39 Print

Luxemburger greifen exzessiv zu Antibiotika

LUXEMBURG – Seit zehn Jahren versucht der Wissenschaftsrat mit Kampagnen über den exzessiven Verbrauch von Antibiotika aufzuklären.

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Ärzte und Patienten sollten im Umgang mit Medikamenten vorsichtiger werden. (Bild: DPA)

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Studien von OECD und Europäischem Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zeigen den überdurchschnittlichen Verbrauch von Medikamenten, einschließlich Antibiotika, in Luxemburg. «Das ist eine Realität, und das Problem ist nicht neu», sagt Claude Schummer, Generalsekretär der Vereinigung der Ärzte und Zahnärzte (AMMD).

Seit zehn Jahren an der Spitze des wissenschaftlichen Rates für Gesundheit, widmet er dem Problem große Aufmerksamkeit. «Wir haben für die Verschreibung Verhaltensregeln erlassen und Sensibilisierungskampagnen durchgeführt. Es gab Effekte mit gelegentlichen Erfolgen, aber leider nicht langanhaltend», sagt Schummer, der nicht daran glaubt, dass die elektronische Patientenakte den Medikamentenmissbrauch verringern wird.

Schummer spricht sich stattdessen für eine konzertierte Aktion der verschiedenen Akteure, von Ärzten und Patienten, aus. «Jeder muss sich im Rahmen seiner Möglichkeiten darüber im Klaren sein, dass es ein Problem der öffentlichen Gesundheit ist. Patienten, die direkt bestimmte Antibiotika beim Arzt anfragen, und Ärzten, die manchmal auf dem Rezept eine zu schnelle Hand haben.» Seit Jahren fordert er von der Regierung, an Ärzte ein Aktivitätsprofil zu senden, damit sie sich selbst regulieren. Allerdings «umsonst», wie Schummer erklärt.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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