Recycling in Luxemburg

30. Juli 2021 09:01; Akt: 30.07.2021 09:51 Print

Luxemburger Haare im Kampf gegen die Ölpest

STRASSEN – Um Abfall zu vermeiden, sammelt ein Friseursalon die Haare seiner Kunden, die zu Filterketten verarbeitet werden. Diese können im Meer Ölteppiche aufhalten.

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Was passiert mit den Haaren der Kunden von Friseuren? In der Regel landen sie im Müll, da das Material nicht recycelbar ist. «Das Haar macht immer noch 50 Prozent unseres Abfalls aus», berichtet Tiago Pirès, Mitgeschäftsführer des Salons Podium Artisans Coiffeurs in Strassen. Das wollten die Friseure nicht mehr länger hinnehmen.

Auf Initiative des Community-Managers Alexandre Mortelette ist der Salon Mitglied des Programms «Coiffeurs justes» geworden, das von einem französischen Verein organisiert wird und auf die Idee des Franzosen Thierry Gras zurückgeht. «Die Haare werden in speziellen Haarmüllsäcken an den Verein geschickt. Dort werden dann sogenannte Haarfilterketten daraus hergestellt, die als Ölbarriere bei Ölverschmutzungen im Meer eingesetzt werden können. «Das Material ist ideal, denn ein Kilogramm Haare kann etwa acht Kilogramm Ölreste filtern», erklärt Alexandre Mortelette.

Die Kosten für die Initiative sind überschaubar: 25 Euro pro Jahr für die Mitgliedschaft im Verein, dann ein Euro pro zu befüllender Tüte, dazu kommen die Versandkosten. Marie-Claude Camard, die Co-Geschäftsführerin des Friseursalons Podium Artisans Coiffeurs, versichert uns, dass diese Kosten «nicht an die Kunden weitergegeben werden». Das Ziel sei es, «so viele Abfälle wie möglich zu recyceln».

(jg/L'essentiel)

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