Neues Büro

04. September 2018 14:05; Akt: 04.09.2018 14:22 Print

Luxemburger kommen leichter an Reisepass

LUXEMBURG – Das Amt für Reisepässe, Visa und Beglaubigungen (BPVL) hat im Vorjahr 40.000 Reisedokumente ausgestellt. Nun hat die Behörde neue Büros eingeweiht.

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In den neuen Räumlichkeiten können die Pässe künftig schneller verarbeitet werden. (Bild: L'essentiel)

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Am Dienstag wurden die neuen Räumlichkeiten des Amts für Reisepässe, Visa und Beglaubigungen (BPVL) in der Rue de l'Ancien Athénée Nummer 6 eingeweiht. In dem Amt werden die «jungfräulichen» Pässe, die übrigens in Finnland produziert werden, maschinell ausgefüllt und die elektronische Signatur des künftigen Inhabers eingeprägt.

2017 stellte das BPVL im Vergleich zum Vorjahr um 26,6 Prozent mehr Pässe aus. Insgesamt 40.832 neue Reisedokumente verließen die Behörde. 1441 Pässe wurden im Schnellverfahren beglaubigt.

Zehn Jahre nach der «Personalausweis-Krise»

Der starke Anstieg 2017 ist keine Überraschung, denn zehn Jahre zuvor erlebte Luxemburg eine «Personalausweis-Krise». Bürger, die 2007 einen Pass erhielten, ließen diesen im Vorjahr zum zweiten Mal erneuern. «Im Jahr 2007 wurden in einigen Länder neue Regeln erlassen. Bürger, die in den Urlaub fahren wollten, mussten plötzlich feststellen, dass sie mit ihren Ausweisen gar nicht ausreisen können», erklärt Mario Wiesen, Préposé des BPVL. «Es gab eine lange Schlange vor unseren Büros, weil Leute einen Pass beantragen wollten. Einige Mitarbeiter des Außenamts sind spontan vorbeigekommen, um auszuhelfen. Heute sind wir Teil der Organisationen, die für die Reisepass-Regeln verantwortlich sind. So erleben wir keine böse Überraschungen mehr.»

Die neuen Räumlichkeiten bieten den Mitarbeitern mehr Sicherheit durch verbautes Panzerglas. Zudem können immer komplexere Aufgaben schneller bewältigt werden. «Die neuen Pässe, die 2015 eingeführt wurden, sind Hightech», sagt Mario Wiesen. Das behördliche Prozedere wurde vereinfacht. «Bürger können sich den Reisepass jetzt auch in ihrer Wohnsitz-Gemeinde abholen. Und die Beglaubigung der Dokumente kann auch online beantragt werden.»

In Zukunft sollen Reisepässe mit zehnjähriger Gültigkeitsdauer ausgestellt werden, «damit Bürger die Wahl haben». Das Dokument soll etwas mehr kosten als das fünfjährige, aber nicht das Doppelte.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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