In Luxemburg

15. April 2019 12:36; Akt: 15.04.2019 14:48 Print

Luxemburger Mangakünstler stellen aus

DIFFERDINGEN – In der aktuellen Ausstellung im Aalt Stadhaus Differdingen gibt es eine Kunstform zu sehen, die zwar nicht neu, aber in Luxemburg noch recht unüblich ist: Mangas.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mangas sind in ihrem Ursprungsland Japan aus dem kulturellen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie beeinflussen nicht nur die Popkultur, sondern auch Film und Fernsehen und liefern regelmäßig Stoff für selbige – oft in sogenannten Animes, die auch in Europa bekannt und beliebt sind. Dabei bilden die gezeichneten «Comics» ein ganz eigenständiges Genre.

In Luxemburg seien die gezeichneten Geschichten noch nicht so recht angekommen, sagt Kumiyo. Die Japanerin ist Illustratorin und lebt seit 2015 im Großherzogtum. Ihr Atelier hat die Mittzwanzigerin, die nur unter ihrem Künstlernamen genannt werden möchte, im 1535° Creative Hub Differdingen. Von hier aus hat sie ihren ersten, speziell auf Differdingen zugeschnittenen Manga «Alice Et Le Jeune Pompier Kippy» kreiert. Der Manga entstand 2016 anlässlich des 125. Jubiläums der Stadtfeuerwehr und erzählt die Abenteuer von Alice und dem Feuerwehrmann(-Hasen) Skippy.

«Mangas werden zusehends bekannter»

In einer speziellen Ausstellung im Aalt Stadhaus Differdingen sind nun diese und andere Arbeiten von Kumiyo, aber auch von zwei weiteren Luxemburger Manga-Künstler zu sehen: Claudio Valentino Sorgo und Sabrina Kaufmann. Kaufmann wird im Sommer zudem mit «Illustrated Fairytales» ihren ersten Manga auf den Markt bringen. «Mangas sind zwar noch nicht so geläufig, werden aber zusehends bekannter», sagt Rejane Nennig, Verantwortliche für das Kulturzentrum und das Kulturamt. «Deswegen wollten wir sie dem Publikum und vor allem der Jugend vorstellen, gerade weil diese Kunstform der Jugend sehr nahe steht.»

«Mangas stellen die meisten mit ‹Großen Augen und Kindergeschichten› gleich, aber das stimmt nicht», sagt Kumiyo. Viele japanische Geschichten seien sehr komplex und intellektuell. Derzeit arbeitet die Japanerin an einer Science Fiction-Geschichte, über eine Androidin, die Kinder bekommen möchte. Die Geschichte verbinde europäische und japanische Kulturaspekte: «Europäer sind sehr individualistisch und haben keine Scheu für ihre Freiheit als Individuum zu kämpfen. Japaner sind eher bereit Opfer zu bringen, für eine Gesellschaft oder sogar für den Arbeitgeber.» Den Manga will sie zunächst online veröffentlichen, um dann nach einem Verlag zu suchen.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 27. April und ist täglich von 10 bis 18 Uhr im Aalt Stadhaus zu sehen. Die 47 Ausstellungsstücke sind teils käuflich zu erwerben. Zudem finden noch zwei Workshops mit Sabrina Kaufmann statt: Am Samstag, 20. April, von 14 bis 15.30 Uhr und am Donnerstag, 25. April, von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Die Plätze in den Workshops sind begrenzt. Anmeldungen können bei der städtischen Bibliothek unter der Telefonnummer 58771-1921 erfolgen.

(sb/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Primus am 15.04.2019 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlech kennen sie och nemmen e bessi normal dovun liewen. Mee wahrscheinlech geet et mol net duer fir den 1535 ze bezuelen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Primus am 15.04.2019 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlech kennen sie och nemmen e bessi normal dovun liewen. Mee wahrscheinlech geet et mol net duer fir den 1535 ze bezuelen