Luxemburg

21. September 2020 07:06; Akt: 21.09.2020 17:08 Print

Luxemburger Reisebüros müssen Millionen erstatten

LUXEMBURG - Die Reisevermittler sind von der Corona-Krise stark getroffen. Die Branche ist auch im nächsten Jahr noch auf Hilfen angewiesen.

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Reisebüros und ihre Mitarbeiter kämpfen mit den Auswirkungen der Corona-Krise.

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Die Hoffnung auf eine Last-Minute-Erholung des Reisemarktes war nur ein kurzes Strohfeuer. Im Juni sah es kurz so aus, als würden sich die Buchungen wieder normalisieren, doch der Trend hielt nicht, was er versprach. So bleiben die Zeiten hart für die Reisebüros im Land. «Ohne eine Verlängerung der Kurzarbeit im Jahr 2021 wird es mit Sicherheit zur Schließung von Verkaufsstellen kommen und die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor kann nicht aufrechterhalten werden», befürchtet Fernand Heinisch, Präsident der Union luxembourgeoise des agences de voyages (ULAV) und Voyages-Chef Emile Weber.

«Wir rechnen wieder mit einem Umsatzverlust von 70 bis 80 Prozent für dieses Jahr. Und 30 bis 40 Prozent für das nächste Jahr». Obwohl viele Menschen ihre Reisen verschoben haben, hätten die Agenturen Millionen von Euro zurückerstattet, so der ULAV-Präsident. Der Reiseunternehmer versichert jedoch, dass Menschen, die reisen, mit ihrem Aufenthalt zufrieden seien. Lediglich das Langstreckengeschäft sei fast komplett zum Stillstand gekommen.

Für die mehr als 350 Agenturen im Großherzogtum eine schwere Prüfung. Bei Emile Weber seien die Tourismusabteilung, das Veranstaltungspersonal und die Taxifahrer in Kurzarbeit. Allerdings sorge man dafür, dass jeder mindestens ein paar Stunden im Schichtbetrieb arbeite, damit wolle man verhindern, dass die Mitarbeiter aus der Übung kommen. Doch durch die reduzierte Arbeitszeit und die sich ständig veränderten Rahmenbedingungen in den Zielorten leide die Moral der Teams. Heinisch fordert deshalb einheitliche europäische Gesundheitsstandards in der Pandemie. Dennoch ist er sich bewusst, dass die Branche sich neu erfinden muss. Daran arbeitet er mit seinen Mitarbeitern, denn der Reisefachmann ist sicher: «Es wird immer Menschen geben, die reisen wollen und Agenturen wird es auch weiterhin geben.»

(nm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 21.09.2020 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    Moins de taxis égale moins de pollution

  • Eloduer am 22.09.2020 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da sollten di Weberen emol e pur Appartementer verkafen, wi aner Leit och a krisenzeiten. Daat sin eben gudd reserven fir a schlechten Zeiten!!!

  • Steph am 21.09.2020 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf die überteuerten Taxis in Luxemburg kann man getrost verzichten! Viel zu teuer und Luftverschmutzer!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Eloduer am 22.09.2020 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da sollten di Weberen emol e pur Appartementer verkafen, wi aner Leit och a krisenzeiten. Daat sin eben gudd reserven fir a schlechten Zeiten!!!

  • Steph am 21.09.2020 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf die überteuerten Taxis in Luxemburg kann man getrost verzichten! Viel zu teuer und Luftverschmutzer!

  • Léon am 21.09.2020 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    Moins de taxis égale moins de pollution