Europäischer Vergleich

24. August 2018 08:01; Akt: 24.08.2018 09:03 Print

Luxemburger sind in Sachen Alkohol weit vorne

LUXEMBURG – Laut einer am Freitag veröffentlichten Studie können auch schon geringe Mengen Alkohol erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

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In Luxemburg ist der Pro-Kopf-Verbrach von Alkohol sehr hoch.

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Die Einwohner Luxemburgs gehören zu den größten Alkoholtrinkern in Europa, sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Das geht aus einer Studie hervor, die am Freitag von der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde. Die meisten alkoholischen Getränke pro Tag (Wein, Bier, Hochprozentiges) konsumierten im Durchschnitt Männer in Rumänien (8,2), gefolgt von Portugal und Luxemburg (je 7,3). Bei den Frauen liegen die Ukraine (4,2), Andorra und Luxemburg (je 3,4) an der Spitze. Standardgetränke oder Gläser enthalten etwa 10 Gramm reinen Alkohol, beispielsweise ein kleines Glas Rotwein (100 Milliliter) oder einem Glas Whiskey (30 Milliliter)

Laut der Studie birgt der tägliche Konsum von Wein oder Bier erhebliche Gesundheitsrisiken. Einer von drei Alkoholtrinkern stirbt jedes Jahr an alkoholbedingten Gesundheitsproblemen, besagt die Studie. Weltweit gibt es 2,4 Milliarden Trinker, davon sind 63 Prozent Männer. Die Studie bewertete den Alkoholkonsum und seine gesundheitlichen Auswirkungen in 195 Ländern zwischen 1990 und 2016. Wie die Autoren errechneten, verursachte Alkohol 2016 rund 2,8 Millionen Tote. Im Jahr 2016 war der Alkoholkonsum weltweit der siebtgrößte Faktor für einen vorzeitigen Tod und die häufigste Todesursache bei Menschen zwischen 15 und 49 Jahren (darin einbegriffen sind Folgen wie Verkehrsunfälle, Selbstmorde oder Tuberkulose). Alkohol ist mit fast jedem zehnten Todesfall in dieser Altersgruppe verbunden.

Auch wenig Alkohol ist schädlich

Ein Getränk pro Tag während eines Jahres erhöht das Risiko einer alkoholbedingten Krankheit (Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Zirrhose, Unfälle, Gewalt usw.) bei Menschen im Alter von 15 bis 95 Jahren um 0,5 Prozent, verglichen mit Nichttrinkern. «Dies entspricht etwa 100.000 Todesfällen pro Jahr», sagt Dr. Emmanuela Gakidou vom Institute of Metrology and Health Assessment von der University of Washington, Co-Autorin der Studie.

«Die mit Alkohol verbundenen Gesundheitsrisiken sind enorm», sagt sie. Laut ihr untermauern diese Ergebnisse andere Studien, die «klare Zusammenhänge zwischen Alkoholkonsum und vorzeitigem Tod, Krebs und Herz-Kreislauf-Problemen aufgezeigt haben». «Der Mythos, dass ein oder zwei Gläser pro Tag nicht schädlich sind, bleibt ein Mythos.» Nur der komplette Verzicht minimiert das allgemeine Risiko zu erkranken.

(L'essentiel/AFP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 24.08.2018 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    N’importe quoi , se sont les frontaliers qui viennent acheter l’alcool et cigarettes.

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  • Guinnesbook am 24.08.2018 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    YES ! Luxembourg first! Ich liebe dieses Land!! Ich vergöttere Studien, mehr davob, bitte!! YES, Numero Uno, in fast jede Studie... Also wenn wir keine geborene Weltmesiter sind...! T'ja Herr Donald Trump, aus ihrem America first wird es nie was werden, es tut mir Leid! Gegen eine Nation von Weltmeistet hat Niemand die geringste Chance - Ha !! Und nein, keiner brauch mir eine Auszeichnung zu überreichen. Natürlich hätte jeder einzelne Bürger eine verdient, aber so sind wir Luxemburger auch noch: sehr bescheiden...Und: gern geschehen, nichts zu danken...

  • Lebensfreude am 24.08.2018 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Armut, Wohlstand und Frust Die einen trinken wegen ihrer Armut und Perspektivlosigkeit, die anderen wegen Reichtum und Langeweile, ja und dann gibts noch diejenigen die vor lauter Frust über ihren Lebensabschnittspartner/in trinken. Die wenigsten Menschen trinken aus Genuss und das sind auch genau die Menschen, welche den Alkohol nicht brauchen. sie haben etwas besseres: Lebensfreude!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pia am 25.08.2018 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richteg @albertserge68 esou ass daat jo och ..

  • Pia am 25.08.2018 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oh jo .. MIR vun Luxusbuerg sinn awer och mat eiser M... iwwerall mat vir bei .. ausser bei eiser eegener Sprooch net .. ass dach irgendwei witzeg oder dach grad net!

  • Gini am 25.08.2018 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haaptsach eng Gänz!

  • legal krank ... illegal gesond am 25.08.2018 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    wann een hei am Land net matsëft, gëtt een sozial isoléiert an durch d'Matsaufen gëtt een domm an asozial! ... a wann en Cannabis fëmmt a keen Alkohol drënkt, well desen jo ongesond ass an krank mëcht, dann gëtt e verfollëgt vun der Police, déih engem de Cannabis wegklaut, vun dem mir NET krank gin an NET éichter stiëwen a KEE Kriebs kréien, mä den am Géigendeel kriebsprophylaktesch wiërkt! ... wann e matsëft, stiëft een éichter ... villeicht ass dat de Grond, firwat den Alkohol legal ass, fir dat mir d'Pensioun net méih erliëwen ... Schold dorun ass eng pervers an nonsens Gesetzgebung! ...

  • ALBERTSERGE68 am 24.08.2018 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéivill Transitverkéier fiert hei duërch d'Land an tankt,käeft Alkohol an Tubak.Do klëmmt ee Land mat 560000 Awunner séier am Alkoholikerranking no vir. Nach virun Länner mat X mol méi Awunner wéi LËTZEBUERG.Mat de Suën vun deenen Etuden kéint een ville Leit hëllefen déi et am néidesten géife brauchen.

    • Lilith am 25.08.2018 12:12 Report Diesen Beitrag melden

      Wann een an der Etude nokuckt steet do "We made several methodological improvements compared with previous estimates: first, we adjusted alcohol sales estimates to take into account tourist and unrecorded consumption" Dat heescht den Frontalieren d Schold ginn klappt des Kéier net ;-)

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