WHO-Studie

17. Mai 2017 12:50; Akt: 17.05.2017 15:02 Print

Luxemburger und Deutsche trinken viel Alkohol

Neuen Zahlen der WHO zufolge hält Litauen den «Rekord» im Alkoholkonsum – mit 18 Litern pro Kopf im Jahr. Deutschland und Luxemburg sind mit je elf Litern auch weit vorne dabei.

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Nicht aller Alkohol, der in Luxemburg verkauft wird, wird auch von Luxemburgern getrunken. Die WHO weist darauf hin, dass ihre Zahlen zum Alkoholkonsum solche Besonderheiten nicht berücksichtigen. (Bild: DPA/Thomas Frey)

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Nirgends auf der Welt wird mehr Alkohol getrunken als in Litauen. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in ihrem neuen Statistikbericht mit. Litauer über 15 Jahre trinken demnach im Mittel jährlich 18,2 Liter reinen Alkohol pro Kopf. Wie viel Bier, Wein oder Spirituosen das entspricht, hat die WHO nicht ermittelt. Deutschland gehört mit 11,4 Litern mit zur Gruppe besonders trinkfreudiger Länder unter den 194 WHO-Mitgliedern. Auch Luxemburg steht mit 11,1 Liter nicht gerade abgeschlagen da.

Der WHO zufolge liegt der Pro-Kopf-Konsum in Frankreich bei 11,7 Litern - und in Belgien sogar bei 13,2 Liter. Das ist schon nahe dran an den Russen, die mit 13,9 Litern in der Statistik stehen.

Teilweise dürften diese Zahlen allerdings verzerrt sein: Die WHO weist ausdrücklich darauf hin, dass «Faktoren wie grenzüberschreitende Einkäufe» nicht in der Statistik berücksichtigt werden. Dies könne die «Genauigkeit des aufgezeichneten Verbrauchs» beeinflussen.

Sehr niedrige Werte erreichen vor allem islamisch geprägte Länder wie Pakistan (0,2 Liter pro Kopf). Die Arabischen Emirate kommen immerhin noch auf 3 Liter.

Die WHO wirft in dem Bericht auch ein Schlaglicht auf die Erhebung von Todesursachen. Weltweit starben 2015 nach Schätzungen 56 Millionen Menschen. Während 2005 erst bei rund einem Drittel der Gestorbenen die Todesursache erfasst wurde, war das 2015 bei fast der Hälfte der Fall. «Wenn Länder nicht wissen, was ihre Menschen krank macht oder woran sie sterben, ist es schwierig zu wissen, was man dagegen tun kann», sagte Marie-Paule Kieny, stellvertretende WHO-Generalsekretärin für Gesundheitssysteme.

(L’essentiel/dpa/fgg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der Mohr am 18.05.2017 00:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Tod muss eine Ursache haben und kostet meistens das Leben. Prost!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Mohr am 18.05.2017 00:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Tod muss eine Ursache haben und kostet meistens das Leben. Prost!!!