In Luxemburg

26. Februar 2020 17:45; Akt: 26.02.2020 19:14 Print

Luxemburger Väter nehmen häufiger Elternurlaub

LUXEMBURG – Eine Studie hat sich mit dem Erfolg der Reform des Elternurlaubs von 2016 befasst. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch im Familienausschuss vorgestellt.

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Die Zahl der Väter die Elternzeit nehmen ist gestiegen.

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Immer mehr junge Eltern nehmen den Elternurlaub in Anspruch. Das ist das Ergebnis einer Studie zum Erfolg der Reform von 2016, die von einem Team des Forschungsinstituts LISER («Luxembourg institute of socio-economic research») durchgeführt wurde. Die Forscher präsentierten den Abgeordneten des Familienausschusses am Mittwoch ihre Ergebnisse. Die Studie basiert auf Daten der Sozialversicherung (bis Februar 2018) und Umfragen unter Arbeitgebern.

Durch die Reform wurde die Gehaltszulage erhöht und ermöglicht, dass sich die Eltern den Urlaub aufteilen können. Die Autoren der Studie schreiben, dass davon «fast alle Mütter und Väter» profitierten, egal ob sie «in Luxemburg leben oder Grenzgänger sind». Die Nachfrage nach dem Elternurlaub wächst insbesondere bei Vätern: Im Jahr 2016 nahmen nur 25 Prozent der Väter Elternurlaub, im Jahr 2018 schon 49 Prozent. Die Forscher zählen in ihrer Studie aber auch Menschen auf, die wenig von der Reform profitieren. So hat die Veränderung für Väter «mit geringem Einkommen die in Luxemburg leben und für kleine Unternehmen arbeiten», ebenso wenig bewirkt, wie für Mütter «mit gutem Einkommen, die nicht in Luxemburg leben» und Mütter, «die im öffentlichen Dienst tätig sind und in Luxemburg leben».

Damit auch diese Menschen mehr von der Reform profitieren könnten, müsse mehr organisatorische Flexibilität her. Diese Forderung stammt aus der Befragung der Unternehmen, deren Beschäftigte bisher den Elternurlaub nur selten in Anspruch genommen haben. Gegenüber den Forschern äußerten insbesondere kleine Unternehmen, dass sie sich mehr Unterstützung wünschen würden. Die Reform des Elternurlaubs kostete die öffentlichen Finanzen im Jahr nach ihrer Einführung 166 Millionen Euro.

(jg/L'essentiel)

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