Manchester und RaR

13. Juni 2017 08:10; Akt: 13.06.2017 09:11 Print

Luxemburger Veranstalter haben den Terror im Blick

LUXEMBURG – Werden Großveranstaltungen zu Hochsicherheitstrakten? Luxemburger Veranstalter bleiben besonnen – weil sie sich schon lange um die Sicherheit Gedanken machen.

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Damit Events wie das E-Lake-Festival (hier ein Foto aus dem Jahr 2015) sicher ablaufen, wird einiger Aufwand betrieben, sagen Veranstalter und Polizei. (Bild: Editpress/Editpress/Didier Sylvestre)

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Der Anschlag von Manchester und seine Folgen sind kaum geschehen, als ein weiteres Event vom Terror überschattet wurde: Zwar blieb es beim «Rock am Ring» bei einer Evakuierung – trotzdem wird klar, dass man bei Großveranstaltungen die Bedrohung mittlerweile praktisch einplanen muss. Auch in Luxemburg?

In der Rockhal sieht man sich vorbereitet – «nicht erst seit den tragischen Ereignissen», wie Sprecher Thomas Roscheck erklärt. Das Konzept vor Ort bestehe «aus vielen Maßnahmen und Abläufen, die nur zum Teil für den Besucher direkt sichtbar sind» – nicht nur am Einlass, sondern schon «weit im Vorfeld». Zudem habe man «intensiven Kontakt» mit «lokalen und nationalen Behörden».

Veranstalter und Polizei getrennt zuständig

Normalerweise ist die Sicherheit bei einer Veranstaltung so geregelt, erklärt Frank Stoltz von der Polizei Luxemburg: «Der Veranstalter, gegebenenfalls auch die Gemeinde, ist innerhalb des Veranstaltungsbereichs zuständig, während die Polizei für den äußeren Bereich zuständig ist – also alles, was rundherum passiert».

Die Trennung sei aber unscharf: «Sicherheitsaspekte werden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Veranstalter, der jeweiligen Gemeindeverwaltung und der Polizei koordiniert», erklärt Stoltz. Die Polizei erstelle für jede Großveranstaltung eine Risikoanalyse, die «natürlich» auch aktuelle Geschehnisse berücksichtige. «Je nachdem werden dem Veranstalter sicherheitstechnische Hinweise mitgeteilt», erklärt Stoltz.

Barrieren gegen Lkw

Ein Beispiel hierfür: Seit dem Anschlag auf der Uferpromenade in Nizza schützt sich etwa die Kavalkade in Remich mit Lkw-Fahrverboten. Und beim E-Lake-Festival wird am Eingang eine Schikane gegen Amok-Fahrer errichtet. «Das hatte uns die Polizei so angeraten», erklärt Roland Hoffmann, Mitorganisator des Festivals, bei dem es recht locker zugeht: Das Event ist schließlich traditionell gratis, aufwendige Kontrollen also unnötig – eigentlich. «Wir lassen aber doch Rucksäcke und Taschen kontrollieren», erklärt Hoffmann. Das mache man aber schon seit vielen Jahren: «Weniger wegen Terror, sondern vor allem, weil wir große Probleme mit Scherben hatten.» Darum sucht die Security, die zeitweise mit 30 Leuten auf dem Gelände ist, gezielt nach mitgebrachten Flaschen.

Auch der Polizei-Container auf dem Gelände sei keine Reaktion auf aktuelle Ereignisse, sondern gehört seit 15 Jahren zum Festival dazu – und werde nur selten gebraucht, freut sich Hoffmann: «Beim E-Lake haben wir eigentlich von Jahr zu Jahr immer weniger Probleme!»

(Frank Goebel/L’essentiel)

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