Per App und Facebook

19. Februar 2016 13:48; Akt: 22.02.2016 14:21 Print

Luxemburger warnen sich gegenseitig vor Blitzern

LUXEMBURG – In den kommenden Wochen werden die neuen Blitzer in Luxemburg scharfgestellt. Doch die Regierung hat die Rechnung ohne das Internet gemacht.

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Nach ewigen Jahren der Diskussionen stehen sie nun in den Startlöchern: die Luxemburger Radarfallen. Noch werden sie nur getestet, ab März sollen dann den ersten Rasern Knöllchen ins Haus flattern. Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng) erhofft sich dadurch, dass Luxemburgs Straßen ein wenig sicherer werden. Kritiker behaupten, die angeschafften fixen sowie mobilen Blitzer seien reine Geldmacherei. Das Internet könnte dem Minister einen Strich durch die Rechnung machen – und Raser vor Strafen schützen. Denn die Autofahrer in Luxemburg warnen sich mit großem Eifer gegenseitig vor Radarfallen und Polizeikontrollen.

Schon seit Längerem erfreut sich die Facebook-Gruppe «Police Kontrol Luxembourg» großer Beliebtheit. Sie zählt mittlerweile fast 25.000 Mitglieder. Per Posting weisen diese daraufhin, wo die Polizei gerade Kontrollen durchführt – zum Teil mehrere Dutzend Male pro Tag. Am Anfang der Woche kündigten die Seitenmacher an, bald als App verfügbar zu sein. Derzeit befinde sich «RoadApp.lu» noch in der Testphase, Ende März soll es dann soweit sein.

Radardetektoren sind illegal

Etwas schneller war der Entwickler Pit Schneider. Er veröffentlichte die App «LuxSpeed» am gestrigen Donnerstag. Das 7,8-MB-große Programm kann in seiner Basisversion kostenlos im «App Store» für iPhones heruntergeladen werden. Installation und Menüführung sind zwar auf Englisch, aber leicht verständlich. Auf einer Luxemburg-Karte werden dann die fixen Radare, sowie von anderen Usern verpetzte mobile Blitzer und Polizei-Kontrollen angezeigt. Wenn man die Push-Meldungen aktiviert (in der Basisversion ist das einmal täglich für 30 Minuten möglich), wird man per akustischem Signal gewarnt, wenn man sich einem Blitzer oder einer Kontrolle nähert.

Diese Einstellung ermöglicht es, die App auch während der Fahrt zu nutzen. Denn am Smartphone rumspielen darf man natürlich nicht. Aber ist so eine App überhaupt legal? «Ja», erklärt Justizsprecher Henri Eippers: «Im Mai 2011 hat das Berufungsgericht Luxemburg entschieden, dass man sich nur dann strafbar macht, wenn man einen Radardetektor nutzt.» Also Geräte, die Blitzer von sich aus erkennen. «Der Einsatz von Radarmeldern ist hingegen nicht verboten», so Eippers.

(Philip Weber/L‘essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klaus am 19.02.2016 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso sind Radardetektoren denn Illegal?

    einklappen einklappen
  • Jean-Jacques Tirebouchon am 20.02.2016 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Geschwindigkeitsüberwachung sollte flächendeckend sein. Radargeräte dazu einzusetzen ist antiquiert, es sind Werkzeuge des vergangenen Jahrhunderts. Alle neuzugelassenen Autos müssen demnächst wegen dem neuen Notrufsystem Satelitenübrrwachbar sein. Das Notrufsystem sollte auch zu einer permanenten Geschwindigkeitsüberwachung genutzt werden. Technisch ist das möglich. Wer Apps entwickelt um das System zu unterwandern, an dessen Händen klebt das Blut der Verkehrsopfer.

  • Strupp am 19.02.2016 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei App ass top

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean-Jacques Tirebouchon am 20.02.2016 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Geschwindigkeitsüberwachung sollte flächendeckend sein. Radargeräte dazu einzusetzen ist antiquiert, es sind Werkzeuge des vergangenen Jahrhunderts. Alle neuzugelassenen Autos müssen demnächst wegen dem neuen Notrufsystem Satelitenübrrwachbar sein. Das Notrufsystem sollte auch zu einer permanenten Geschwindigkeitsüberwachung genutzt werden. Technisch ist das möglich. Wer Apps entwickelt um das System zu unterwandern, an dessen Händen klebt das Blut der Verkehrsopfer.

  • Nick am 19.02.2016 21:28 Report Diesen Beitrag melden

    Dei heiten "Radarmelder" sin net verbueden: Waze, Inforad, Wikango, Tomtom.

  • Strupp am 19.02.2016 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mir brauchen keng sou schaiss këschten,dofir hun mer keen een accident manner

  • Strupp am 19.02.2016 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei App ass top

  • Maurice am 19.02.2016 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Op se dat och nach man wann een vun hirer Famill vun engem den ze seier as blesseiert get...